Ein Lebensmitteltank ist ein hygienischer Spezialbehälter für flüssige Lebensmittel. Er lässt sich leicht reinigen, erfüllt höchste Sicherheitsstandards und ermöglicht oft sogar zusätzliche Funktionen wie eine Temperaturkontrolle. Erfahren Sie im Folgenden, wo die Drucktanks zum Einsatz kommen, und finden Sie mit unserer gratis Planungs-Hilfe den richtigen Lebensmitteltank für Ihren Zweck. Sie wissen bereits, wonach Sie suchen? Dann holen Sie gleich ein Angebot für den Tank Ihrer Wahl ein.

Die Themen im Überblick:
Zusammengefasst: Die wichtigsten Infos zum Lebensmitteltank
Ein Lebensmitteltank ist ein speziell entwickelter Behälter zur hygienischen Lagerung, Verarbeitung oder zum Transport flüssiger Lebensmittel wie Milch, Maische oder Bier.
- Er erfüllt hohe Hygiene- und Sicherheitsanforderungen und ist leicht zu reinigen (z. B. per CIP/SIP).
- Er ist in vielen Bauarten und Größen erhältlich – vom Milchkühltank über den Maischetank bis zum Drucktank oder IBC.
- Er kann mit Zusatzfunktionen wie Kühlung, Heizung, Rührwerk oder Produktschutz ausgestattet werden.
Welcher Lebensmitteltank der richtige ist, hängt vor allem vom Produkt, der gewünschten Funktion und den Prozessanforderungen ab.
Einsatzbereiche der Lebensmitteltanks: Hier ist Hygiene gefragt
Ob Milch, Joghurt oder Bier: Lebensmitteltanks kommen in unterschiedlichsten Branchen und Bereichen zum Einsatz. Sie gewährleisten eine sichere Lagerung sensibler Waren und sind damit unverzichtbar für die Industrie. Typische Einsatzzwecke sind:
- die zuverlässige Lagerung von Lebensmitteln.
- der sichere Transport von sensiblen Waren.
Lebensmitteltanks kommen dabei zum Einsatz, um eine grundlegende Kapazität zu schaffen oder die bestehende weiter auszubauen. Mit mobilen Drucktanks funktioniert das sogar vorübergehend, etwa bei Lastspitzen oder dann, wenn die bestehende Technik durch Defekt, Wartung oder Umbau nicht verfügbar ist.
In diesen Bereichen kommen Tanks für Lebensmittel zum Einsatz
Hygienische Lebensmitteltanks eignen sich dabei längst nicht nur für Milch, Joghurt oder Bier. Auch für die Lagerung von Säften, Ölen oder sogar Zucker kommen die Drucktanks zum Einsatz, wie die folgende Übersicht zeigt. Demnach eignen sich Tankanlagen und Tankcontainer für:
- Milch- und Molkereiwirtschaft (Milch, Sahne, Joghurt)
- Getränkeindustrie (Bier, Wein, Säfte, Softdrinks)
- Speiseöle & Fette
- Zucker-, Sirup- und Honigverarbeitung
Darüber hinaus kommen die Tanks in Bereichen der Lebensmittelverarbeitung (Soßen, Suppen, Konzentrate) sowie im Logistik- und Transportbereich zum Einsatz.
Bauart, Material und Einbaulage: Die Möglichkeiten im Überblick
Lebensmitteltanks unterscheiden sich deutlich von anderen atmosphärischen und Drucktanks am Markt. Denn Sie müssen besonders hohe Hygieneanforderungen erfüllen, um die Qualität der Lebensmittel nicht zu gefährden. Neben der grundsätzlichen Genießbarkeit kommt es dabei auch auf den Geschmack und die Farbe an. Da sich Lebensmittel und ihre Eigenschaften sehr stark voneinander unterscheiden, gibt es nicht den einen Lager- oder Prozesstank. Vielmehr stehen Ihnen heute unterschiedliche Bauarten, Materialien und Zusatzfunktionen zur Verfügung, um den perfekten Tank für Ihre Produkte zu finden. Wir geben einen Überblick und zeigen in den folgenden Abschnitten, worauf es bei der Auswahl ankommt.
Die Funktion der Tanks: Lagern, Puffern oder Weiterverarbeiten
Ob Sie einen Milchkühltank oder einen Maischetank suchen, spielt für die Auswahl eine entscheidende Rolle. Denn schon die Funktion der Anlagen unterscheidet sich dabei deutlich. Während die einen Tanks der Lagerung dienen, geht es bei anderen um die Verarbeitung verschiedener Stoffe. Im Folgenden geben wir einen Überblick:
- Lagertank (Storage Tank): Für Rohstoffe/Endprodukte, meist ohne starke Prozessfunktionen. Oft isoliert, ggf. temperiert.
- Puffer-/Zwischentank (Buffer/Surge Tank): Glättet Prozessschwankungen (Abfüllung, Pasteur, Filtration). Wichtig: schnelle CIP, gute Entleerbarkeit.
- Misch-/Rührtank (Mixing Tank): Mit Rührwerk, Baffles (Prallbleche) und ggf. Heiz-/Kühlmantel. Für Sirupe, Saucen, Milchmischungen.
- Prozesstank / Fermenter: Temperaturführung, Sensorik, ggf. Druck/Vakuum, sterile Belüftung, Schaummanagement (z. B. Joghurt, Bier).
- Aseptiktank / Steriltank: Für sterile Produkte (UHT-Milch, Säfte, Babyfood): SIP-fähig, sterile Ventfilter, aseptische Armaturen.
- Transporttank (Road Tanker / Container / IBC): Schwerpunkt liegt auf sicherer Reinigung, Produktschutz, Temperaturhaltung, Stabilität, Zulassungen für den Verkehr

Übrigens: Bei dem Umgang mit atmosphärischen Tanks oder Drucktanks für Lebensmittel gibt es zahlreiche Abkürzungen. CIP steht dabei für Cleaning in Place und beschreibt die Möglichkeit, den Tank am eingebauten Ort zu reinigen. SIP ist ähnlich, steht aber für Sterilization in Place. Die Funktion beschreibt damit die Möglichkeit, Lebensmitteltanks ohne Demontage sterilisieren zu können.
Materialien der Lebensmitteltanks für höchste Hygieneanforderungen
Geht es um die Lagerung oder den Transport von Lebensmitteln, kommt nicht jedes Material zum Einsatz. Denn Oberflächen, Schweißnähte und sogar Dichtungen müssen dabei so beschaffen sein, dass sich negative Auswirkungen auf die sensiblen Waren sicher ausschließen lassen. Ein Grund, aus dem Edelstahl meist das Material der Wahl ist. Es kommt häufig poliert und mit zum Produkt passenden Dichtungen zum Einsatz, wie die folgende Übersicht zeigt.
Bei der Herstellung von Milchtanks, Maischetanks oder Getränketanks hat das Schaffen glatter Oberflächen oberste Priorität. So spielt auch die Nachbehandlung der Tanks eine wichtige Rolle. Zu einer geringen Rauheit führt dabei das mechanische Schleifen oder Polieren. Geht es um aseptische oder hochreine Tanks, bieten elektropolierte Oberflächen eine noch glattere Oberfläche.
Um die schützende Chromoxidschicht wiederherzustellen, setzen Experten nach der Fertigung oder der Reparatur der Tanks zudem auf die Passivierung. Dabei stellen Fachhanderker mit Sauerstoff oder Säuren eine hauchdünne, unsichtbare Schutzschicht auf der Oberfläche von Edelstahl her.
In der Praxis hat sich Edelstahl als Standard etabliert. Denn das Material ist hygienisch und lebensmittelecht. Es gibt selbst keine Stoffe ab und gilt damit als geschmacks- und geruchsneutral. Zudem hat Edelstahl eine glatte Oberfläche, wodurch Schmutzstoffe oder Keime schlechter haften bleiben. Geht es um die Auswahl des passenden Lebensmittel- oder Getränketank, gibt es dennoch einige Unterschiede, wie die folgende Übersicht zeigt:
- Edelstahl 1.4301 (AISI 304): Häufig, gut verarbeitbar, ausreichend für viele neutrale Medien.
- Edelstahl 1.4404 (AISI 316L): Besser gegen Chloride/korrosive Reinigungschemie, oft Standard in anspruchsvolleren Food-Prozessen.
- 1.4571 / 316Ti: Temperatur-/Schweißstabilität (je nach Herstellerphilosophie)
- Sonderwerkstoffe (z. B. 904L, Duplex): Für sehr aggressive Medien/hohe Chloride oder besondere Bedingungen (seltener im klassischen Food-Alltag).
Wichtig: Neben dem Material selbst kommt es dabei sehr stark auch auf die Verarbeitung an. Wichtig ist dabei, dass keine Toträume bleiben und die Schweißnähte möglichst glatt sind, um die Anhaftung von Schmutz und Keimen zu verhindern.
Bei der Herstellung von Milchtanks, Maischetanks oder Getränketanks hat das Schaffen glatter Oberflächen oberste Priorität. So spielt auch die Nachbehandlung der Tanks eine wichtige Rolle. Zu einer geringen Rauheit führt dabei das mechanische Schleifen oder Polieren. Geht es um aseptische oder hochreine Tanks, bieten elektropolierte Oberflächen eine noch glattere Oberfläche.
Um die schützende Chromoxidschicht wiederherzustellen, setzen Experten nach der Fertigung oder der Reparatur der Tanks zudem auf die Passivierung. Dabei stellen Fachhanderker mit Sauerstoff oder Säuren eine hauchdünne, unsichtbare Schutzschicht auf der Oberfläche von Edelstahl her.
Genauso kritisch wie der Tank selbst sind die Dichtungen. Diese verhindern Auslaufen sowie Kontamination der Lebensmittel und müssen die gleichen Anforderungen erfüllen. In der Praxis haben sich dabei einigen Werkstoffe etabliert, die abhängig von den individuellen Vorgaben zum Einsatz kommen. Hier ein Überblick:
- EPDM (häufig, gut für viele CIP-Medien)
- Silikon (temperaturstabil, aber je nach Chemie/Produkt nicht immer ideal)
- FKM/Viton (chemisch robust, teuer)
- PTFE (sehr inert, oft als Membran/Einlage)
- PE/PP/HDPE (bei IBCs, mobilen Behältern; nicht für hohe Temperaturen/SIP wie Edelstahl)
Welche Dichtung im Lebensmitteltank zum Einsatz kommt, hängt dabei unter anderem vom Fettgehalt, vom Alkoholgehakt, von der Temperatur sowie vom Einsatz von Laugen oder Säuren im Reinigungsprozess ab. Weit verbreitet ist dabei EPDM.
Zusatzfunktionen für Milchkühltanks, Getränketanks und IBC Container
Viele Lebensmitteltanks bieten zusätzliche Funktionen. Dabei lagern sie die Stoffe nicht nur, sondern verarbeiten diese in einigen Fällen auch. Möglich ist das mit Heizungen, Rührwerken oder Einrichtungen zur Reinigung von innen. Wir geben einen Überblick:
Reinigung und Sterilität: für maximale Lebensmittelhygiene
Viele Lebensmittel- und Getränketanks lassen sich automatisch von innen reinigen oder sterilisieren. Experten sprechen dabei von CIP (Cleaning in Place) oder SIP (Sterilization in Place). Die Reinigung erfolgt dabei mit Sprühkugeln oder rotierenden Sprühköpfen. Während erstere für dünnflüssige Rückstände gut geeignet sind, sorgen rotierende Sprühköpfe in Lebensmitteltanks für eine bessere mechanische Reinigungswirkung. Sie kommen daher eher bei hartnäckigen Belägen zum Einsatz. Die Sterilisation erfolgt hingegen mit Dampf oder Heißwasser, da die hohe Temperatur Keime und Ähnliches zuverlässig abtötet.
Temperaturführung: Lebensmittel Erwärmen, Kühlen oder Temperieren
Die Waren selbst lassen sich im atmosphärischen Tank oder im Drucktank für Lebensmittel auch temperieren. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Doppelmäntel zum Heizen und Kühlen (Jackets), die eine gleichmäßige Temperierung ermöglichen. Geht es um hohe Druck- und Temperaturbelastungen, setzen Hersteller hingegen auf Half-Pipe-Coils oder Dimple-Jackets. Dabei sitzen halb aufgeschnittene Rohre als Wärmeübertrager auf der Tankaußenseite. Zudem gibt es für zähflüssige Produkte oder frostkritische Anwendungen auch Begleitheizungen.
Rührwerke und Strömungstechnik: Für Lebensmittel in Bewegung
Dürfen die Lebensmittel im Tank nicht zur Ruhe kommen, setzen Hersteller Rührwerke und andere Lösungen der Strömungstechnik ein. Typisch sind dabei von oben oder von der Seite angebrachte Rührwerke mit Propellern, Ankerrühren oder Dissolvern/High-Shears. Letztere sorgen für extrem hohe Scherkräfte, um Pulver, Feststoffe oder Flüssigkeiten sehr schnell und intensiv in ein Medium einzuarbeiten.
Produktschutz: Höhere Qualität durch Gas und spezielle Belüfter
Möchten Sie den optimalen Schutz Ihrer Waren gewährleisten, ist das mit zusätzlichen Einrichtungen möglich. So zum Beispiel mit einer Inertgas-Überlagerung (z. B. Stickstoff) gegen Oxidation (Öle, Säfte) und Mikrobiologie im Kopfraum. Interessant sind zudem spezielle Sterilbelüftungsfilter, die bei Tanks für aseptische/fermentative Lebensmittel belüften, ohne Keime hereinzulassen. Möglich ist außerdem die Installation von Entschäumer-Anschlüssen sowie Schaumsensoren für die Lagerung fermentierter und proteinreicher Medien.
Mess- und Sicherheitstechnik: Zustand der Lebensmittel im Blick
Mit Sensoren und Sicherheitsarmaturen behalten Sie Ihre Lebensmittel immer im Blick – ob im Lager oder auf dem Transportweg. Zur Auswahl stehen dabei unter anderem Füllstandsensoren, Temperatursensoren, Drucksensoren, Probenahmeventile (auch hygienisch und aseptisch), Leckagewarner und Explosionsschutzeinrichtungen, speziell für Alkohol, Lösungsmittel sowie Stäube.
Wichtig zu wissen:
Entscheidend ist es, zudem auf verschiedene Hygiene-Aspekte zu achten. Dazu gehört ein totraumfreies Design, das sich etwa mit kurzen Abzweigen und optimalen Ventilpositionen realisieren lässt. Die Lebensmitteltanks sollten sich durch einen schrägen Boden selbst entleeren können und alle Anschlüsse sollten besonders hygienisch sein. Wichtig ist außerdem ein Mannloch, um die regelmäßig nötige Reinigung und Kontrolle fachgerecht durchführen zu können.
Unser Tipp: Einfach den passenden Lebensmitteltank auswählen
Im Folgenden stellen wir Ihnen eine gratis Checkliste zur Verfügung, mit der Sie den passenden Tank für Ihre Anforderungen finden. Beantworten Sie die Fragen Schritt für Schritt, um einen Anforderungskatalog für Ihren Lebensmitteltank zu erstellen.
Welcher Tank passt zu meinem Einsatz?
In 1–2 Minuten zur passenden Empfehlung – inkl. Anforderungskatalog für Händler/Angebot.
Benötigen Sie einen Milchkühltank, einen zylinderkonischen Gärtank oder einen Bright Beer Tank zur Bierlagerung? Holen Sie im Folgenden ein günstiges Angebot für Ihren Lager- oder IBC-Tank für Lebensmittel ein.
FAQ: Häufig gestellte Fragen und Antworten zu den Drucktanks
Ein Lebensmitteltank ist ein hygienischer Spezialbehälter für flüssige Lebensmittel, der je nach Ausführung zur sicheren Lagerung, zum Puffern, zur Verarbeitung oder zum Transport eingesetzt wird, etwa in Molkereien, der Getränkeindustrie sowie bei Ölen, Sirup oder Zuckerprodukten.
Ein Drucktank ist sinnvoll, wenn der Prozess Überdruck oder Vakuum erfordert, zum Beispiel bei Fermentation, CO₂-haltigen Getränken oder bestimmten Transfer- und Prozessbedingungen, bei denen Druck- und Sicherheitsarmaturen notwendig sind.
Für reine Lagerung reicht meist ein Lagertank, für Prozessstabilität ein Puffertank, für Rezepturen ein Misch- bzw. Rührtank, für Gärprozesse ein Prozesstank/Fermenter und für sterile Produkte ein Aseptik- bzw. Steriltank; für flexible Kapazität und Logistik sind IBCs und Tankcontainer die richtige Wahl.
Edelstahl ist lebensmittelecht, geschmacksneutral und sehr gut zu reinigen; entscheidend sind neben der Werkstoffwahl vor allem glatte Oberflächen, hygienische Schweißnähte, Passivierung und ein totraumarmes Design, damit sich Rückstände und Keime nicht festsetzen.
CIP beschreibt die automatische Reinigung im eingebauten Zustand und ist für regelmäßige, schnelle und reproduzierbare Hygiene wichtig. SIP steht für die Sterilisation mit Dampf oder Heißwasser und wird vor allem bei aseptischen oder besonders keimkritischen Anwendungen benötigt.
Besonders häufig gefragt sind Temperaturführung durch Heiz-/Kühlmantel oder leistungsstärkere Lösungen wie Half-Pipe-Coils, Rührwerke oder High-Shear-Systeme für schnelles Homogenisieren. Aber auch zusätzliche Sensorik und Sicherheitsarmaturen für Füllstand, Temperatur und Druck empfehlen sich in vielen Fällen.
Am wichtigsten sind Medium, gewünschte Funktion, Volumen, Druck/Vakuum, Temperaturführung, Reinigungsanforderung (CIP/SIP), Aufstellart (stationär oder mobil als IBC/Tankcontainer) und gewünschte Mess- bzw. Sicherheitsausstattung.