Flüssigdünger lagern: Korrosionsbeständige AHL-Tanks für Profis

Autor: Marc Bode / ✅ Aktualisiert am: 31.01.2026

AHL (Ammonium-Harnstoff-Lösung) ist ein flüssiger Stickstoffdünger, der in vielen landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz kommt. Möchten Sie den Dünger ausbringen und vor Ort lagern, benötigen Sie einen speziellen AHL- oder Flüssigdüngertank. Dieser muss besonders sicher sein, damit die wassergefährdende Substanz nicht unkontrolliert austreten und in die Umwelt gelangen kann. Im Folgenden geben wir einen Überblick über Tanks aus PE/PEHD, GFK sowie beschichtetem Stahl oder Edelstahl, mit denen Sie Flüssigdünger lagern, ohne Risiken einzugehen.

Zusammengefasst: Die wichtigsten Informationen

Die Lagerung von Flüssigdünger wie AHL stellt hohe Anforderungen an Tanks, Aufstellung und Betrieb, da es sich um einen wassergefährdenden Stoff handelt.

  • AHL gehört zur WGK 1 und unterliegt den Vorgaben von WHG und AwSV.
  • Korrosionsbeständige, dichte und standsichere Tanks sind zwingend erforderlich.
  • Kunststoff-, GFK- und Stahltanks sind je nach Einsatzfall geeignet und zulässig.

Mit dem passenden Tank, der richtigen Ausstattung und einer fachgerechten Aufstellung lagern Sie Flüssigdünger sicher, rechtskonform und praxisgerecht.

    AHL-Lagerung: Anforderungen an Flüssigdünger- und Güllebehälter

    Flüssigdünger wie Ammonium-Harnstoff-Lösung (kurz AHL) gehören der Wassergefährdungsklasse 1 (WGK 1) an und gelten damit als schwach wassergefährdend. Sie unterliegen dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV). Beide Regelwerke enthalten Vorgaben, die ein unkontrolliertes Austreten von Flüssigdünger aus den Lagertanks verhindern sollen. Im Wesentlichen heißt das: Die Tanks zum Lagern von Flüssigdünger müssen flüssigkeitsdicht und standsicher sein. In Wasserschutzgebieten gelten üblicherweise höhere Auflagen und bei großen Tanks ist unter Umständen eine Genehmigung bei der unteren Wasserbehörde einzuholen.

    Vorgaben an Bauart und Sicherheit der Tanks zur Flüssigdüngerlagerung

    Um zu verhindern, dass AHL unkontrolliert austritt und in die Umwelt gelangt, müssen die Flüssigdüngertanks eine Reihe konkreter Vorgaben erfüllen. Die wichtigsten im Überblick:

    • Ein Auffangraum ist Pflicht: AHL-Tanks müssen daher doppelwandig ausgeführt oder mit einer Auffangwanne versehen werden. Letztere muss mind. 100 Prozent des Tankvolumens aufnehmen können.
    • Schutz vor dem Überfüllen: Um zu verhindern, dass Flüssigdünger beim Füllen der Tanks ausläuft, ist eine Überfüllsicherung nötig. Infrage kommen elektrische sowie mechanische Systeme.
    • Kontrolle von Leckagen: Vor allem bei doppelwandigen AHL-Tanks kommt es auf einen hohen Schutz vor Leckagen an. Sicherstellen lässt sich das mit einer speziellen Leckagekontrolle.

    Sinnvoll ist es zudem, AHL- bzw. Flüssigdüngertanks im öffentlichen oder befahrbaren Bereich vor dem Anfahren zu schützen. Möglich ist das mit einer Absperrung oder einem Rammschutz als mechanische Barriere.

    Zusätzliche Anforderungen an die Lagerung von flüssigem Dünger

    Anforderungen ergeben sich aber nicht nur aus dem WHG oder der AwSV: Auch die Eigenschaften des Stoffes selbst sorgen dafür, dass nicht jeder Tank infragekommt. Möchten Sie Flüssigdünger lagern, müssen die Vorratsbehälter dabei auch folgende Vorgaben erfüllen: 

    • Korrosionsfest: AHL wirkt stark korrosiv und darf daher nicht in Kontakt mit ungeschützten Metallen kommen. Tanks aus PE, GFK, Edelstahl oder aus beschichtetem Stahl eignen sich jedoch sehr gut.
    • UV-Stabil: Erfolgt die Lagerung von Flüssigdünger wie üblich unter freiem Himmel, sind die Tanks der UV-Strahlung schutzlos ausgeliefert. Ein Grund, aus dem nur UV-stabile Materialien infrage kommen.
    • Witterungsbeständig: Auch Regen und Schnee dürfen den Lagertanks nichts anhaben können. Das gilt zumindest dann, wenn diese ungeschützt unter freiem Himmel stehen.
    • Frostschutz: Möchten Sie auch im Herbst oder im Winter Flüssigdünger lagern, ist dieser vor Frost zu schützen. Isolierungen oder Tankheizungen verhindern dabei, dass AHL auskristallisiert. Je nach Zusammensetzung und Witterung kann das ab etwa minus fünf Grad Celsius der Fall sein.

    Wichtig zu wissen ist, dass die Vorgaben nicht nur für AHL-Tanks, sondern auch für sämtliches Zubehör gelten. Dazu gehören etwa Dichtungen und Pumpen, die dem aggressiven Medium ebenfalls standhalten müssen.

    Flüssigdünger lagern: WHG-konforme Flüssigdüngertanks im Überblick

    Sind Sie auf der Suche nach einem sicheren Tank zum Lagern von Flüssigdünger, stehen verschiedene Lösungen zur Auswahl. So gibt es neben beschichteten Stahltanks auch AHL-Lagertanks aus GFK und PE.

    PE- oder PEHD-Tanks haben sich als Standardlösung zur Lagerung von Flüssigdünger etabliert. Denn diese sind leicht, kostengünstig und UV-stabil. Als einwandige oder doppelwandige Tanks nehmen sie in der Regel bis zu 30.000 Liter AHL auf. Sonderlösungen bekommen Sie sogar für bis zu 60.000 Liter. Interessant sind Kunststoff-AHL-Tanks damit vor allem für landwirtschaftliche Betriebe, die nach einer mobilen oder semistationären Lösung suchen.

    Vorteil: sehr gute chemische Beständigkeit, vergleichsweise günstig, wartungsarm, schnell aufzubauen

    Nachteil: weniger robust als Stahl, Baugrößen begrenzt, Temperaturempfindlich

    Einsatzbereiche: Landwirtschaftliche Betriebe, Lohnunternehmer, Saisonlager sowie mobile oder semistationäre Anwendungen

    Tankbehälter aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gelten als sehr formstabil. Sie verfügen über eine hohe chemische sowie mechanische Beständigkeit und sind für Volumina von 10.000 bis über 100.000 Litern geeignet. All das ermöglicht den sicheren Einsatz, wenn Sie Flüssigdünger lagern möchten. Zu beachten ist allerdings, dass die Anschaffungskosten höher sind. Zudem bieten weniger Hersteller GFK-Tanks für AHL an.

    Vorteil: Lebensdauer höher als bei PE, geringerer Verzug bei unterschiedlichen Temperaturen, gute Statik auch bei höheren Füllmengen

    Nachteil: höhere Anschaffungskosten, aufwendigere Reparaturen und geringere Anzahl an Anbietern am Markt

    Einsatzbereiche: Größere Betriebe, Agrarhandel, Industrie & Versuchsanlagen, Zentrale Düngerlager

    Tankanlagen aus beschichtetem Stahl oder aus Edelstahl bieten das beste Ergebnis, wenn es um Stabilität und Langlebigkeit geht. Sie unterliegen zwar regelmäßigen Prüfpflichten, nehmen dafür aber auch sehr große Mengen Flüssigdünger auf. Üblich sind Volumina von etwa 10.000 bis über 200.000 Liter AHL bei stationärer Lagerung. Neben den höheren Anschaffungskosten ist dabei allerdings zu beachten, dass Stahltanks bei Schäden an der Beschichtung korrodieren können (gilt nicht für preisintensivere Edelstahltanks).

    Vorteil: Extrem langlebig, große Volumina und hohe Betriebssicherheit

    Nachteil: Korrosionsrisiko bei Schäden an der Beschichtung, höhere Anschaffungskosten und aufwendigere Montage, bedingt durch das höhere Gewicht

    Einsatzbereiche: Großbetriebe, Agrarhandel, Industrie, Langfristige Dauerlagerung

    In einigen Fällen kommen auch mobile Tanks für Flüssigdünger zum Einsatz. Diese bestehen in der Regel aus Stahl oder PE und sind vor allem für kleinere und mittlere Volumina zu haben. Übliche Größen: 600 bis etwa 3.000 Liter – Containerlösungen gibt es teilweise auch für bis zu 10.000 Liter Düngemittel. Während Sie mobile AHL-Tanks besonders flexibel nutzen können, sind diese jedoch oft mit kleineren Volumina und höheren Anforderungen an die Sicherheit im Betrieb verbunden.

    Vorteil: flexibel, ohne Bauarbeiten nutzbar, besonders schnell im Einsatz

    Nachteil: kleine Volumina, geringerer Komfort und teils höhere Anforderungen

    Einsatzbereiche: Feldrandlager, temporäre Einsätze bei Störung, Umbau oder kurzfristiger Erweiterung der eigenen Kapazitäten und Versuchsbetriebe

    Den passenden Tank finden: Welchen Tank Sie wählen sollten, wenn Sie Flüssigdünger lagern möchten, hängt stark vom geplanten Einsatzgebiet ab. In der klassischen Landwirtschaft bieten PE-/PEHD-Behälter oftmals das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Händler und Industriebetriebe greifen hingegen auch zu GFK oder Stahl, da diese stabiler sowie langlebiger sind und in aller Regel länger halten.

    Ein- oder doppelwandig:

    Viele Tankanlagen stehen einwandig oder doppelwandig zur Verfügung. Einwandige Flüssigdüngertanks sind in der Regel günstiger. Sie setzen allerdings einen separaten Auffangraum für den gesamten Tankinhalt voraus und benötigen dadurch mehr Platz. Doppelwandige AHL-Tanks lassen sich hingegen schneller aufstellen. Sie gelten als sicherer und sparen Platz bei der Installation – ein Grund, aus dem viele Kunden einen doppelwandige Flüssigdüngertank kaufen oder mieten.

    Ausstattung und Zubehör: AHL-Tanks sicher und zuverlässig einsetzen

    Für die zuverlässige und sichere Lagerung von Flüssigdünger kommt es nicht nur auf die richtigen Behälter an. Auch das benötigte Zubehör spielt eine wichtige Rolle. Dazu gehört neben einer Überfüllsicherung auch eine spezielle Leckageüberwachung. Zu empfehlen sind außerdem Systeme zur Fernüberwachung sowie zur Beheizung. Die folgende Übersicht zeigt in aller Regel erforderliches Zubehör:

    • Überfüllsicherung: Die Überfüllsicherung verhindert, dass der AHL-Tank beim Befüllen überläuft. Sie schaltet den Befüllvorgang automatisch ab oder warnt rechtzeitig, sobald der maximal zulässige Füllstand erreicht ist.
    • Leckageanzeige: Die Leckageanzeige überwacht den Auffangraum eines Doppelwandtanks und meldet frühzeitig Undichtigkeiten, bevor größere Mengen Dünger austreten.
    • Füllstandsanzeige: Eine Füllstandsanzeige zeigt den aktuellen Tankinhalt an und unterstützt eine sichere Befüllung sowie eine genaue Planung des Düngereinsatzes.
    • Auffangwanne / Auffangraum: Eine Auffangwanne nimmt austretenden Flüssigdünger bei Leckagen oder Beschädigungen auf und verhindert, dass Flüssigdünger in Boden oder Gewässer gelangt. Das Auffangvolumen muss mindestens dem Tankinhalt entsprechen. Die Technik ist bei einwandigen Tankbehältern erforderlich.
    • Entlüftung: Die Entlüftung sorgt für den notwendigen Druckausgleich beim Befüllen und Entleeren des Tanks und verhindert Schäden durch Über- oder Unterdruck.
    • Geeignete Pumpe: Die Pumpe ermöglicht das sichere Fördern von AHL und muss aus chemisch beständigen Materialien bestehen, um Korrosion und Leckagen zu vermeiden.
    • Geeignete Armaturen & Schläuche: Armaturen, Ventile und Schläuche müssen ebenfalls speziell für Flüssigdünger geeignet sein, um Materialschäden, Undichtigkeiten und Sicherheitsrisiken zu verhindern.

    Optional können Sie einen Flüssigdüngertank oder einen Güllebehälter zudem auch mit folgendem Zubehör ausstatten:

    • Tankheizung: Eine Tankheizung verhindert das Kristallisieren von AHL bei niedrigen Temperaturen und stellt die ganzjährige Betriebsfähigkeit sicher.
    • Tankisolierung: Die Isolierung reduziert Wärmeverluste, schützt vor Frost und senkt den Energiebedarf einer vorhandenen Tankheizung.
    • Fernüberwachung: Digitale Systeme zur Fernüberwachung ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung der Anlage. Sie behalten den Überblick über Füllmengen sowie Füllstände und können bei Problemen sehr schnell reagieren.
    • Tropf- und Abfüllsicherung: Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche Sicherung am AHL-Tank oder Güllebehälter, die Tropfverluste und Verschmutzungen beim Umfüllen des Düngemittels verhindern.

    Außerdem empfiehlt es sich, in befahrbaren Bereichen einen Rammschutz zu montieren. Halten Sie auch ein Notfall-/Bindemittelset bereit, können Sie Tropfmengen schnell aufnehmen und so die Umwelt schonen.

    Unser Tipp:

    Welches Zubehör für Ihren Flüssigdüngertank oder Güllebehälter erforderlich oder zu empfehlen ist, hängt auch vom Einsatzgebiet ab. Aus diesem Grund empfehlen wir, sich hier von einem Fachplaner oder Anbieter beraten zu lassen. Die Experten prüfen die örtlichen Gegebenheiten und geben individuelle Tipps und Empfehlungen.

    Transport, Aufstellung, Befüllung von Flüssigdüngertanks: Zu beachten

    Haben Sie einen Behälter gefunden und das passende Zubehör ausgewählt, geht es um die fachgerechte Aufstellung. Diese erfolgt in der Regel auf einem für das Gewicht des Tanks ausgelegten Fundament. Hier sind die Anlagen vor dem Umfallen zu schützen und in befahrbaren Bereichen auch mit einem Rammschutz zu versehen. Bei der Standortwahl spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle:

    • Gewässer und Brunnen: AHL-Tanks dürfen nicht in unmittelbarer Nähe von Gewässern, Brunnen oder sonstigen Anlagen stehen. Auf diese Weise beugen Sie Schäden bei eventuellen Leckagen vor und schützen die Umwelt.
    • Wasserschutzgebiete: In Hochwasser- und Wasserschutzgebieten gelten in der Regel höhere Anforderungen. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie in der Regel von der unteren Wasserbehörde ihrer Region.
    • Entfernung zum Tankfahrzeug: Eine Voraussetzung für den zuverlässigen Betrieb der Anlage ist, dass Tankfahrzeuge weit genug heranfahren können. Das stellt die problemlose Belieferung sicher. Üblich sind dabei Schlauchlängen von 3 bis 10 Metern. Genügt das nicht, überbrücken Sie größere Entfernungen am besten mit einer lokalen Pumpinstallation oder einer fest installierten Verrohrung.

    Wichtig zu wissen:

    Möchten Sie Flüssigdünger lagern und transportieren, sind spezielle Gefahrstoffvorgaben zu erfüllen. Diese gelten bei dem Transport wassergefährdender Stoffe genauso, wie bei Tankanlagen mit „gefährlichen Rückständen“. Je nach Einstufung, Menge und Transportart können dabei ADR-Vorschriften greifen. Für den mobilen Einsatz geeignete Flüssigdüngertanks erfüllen diese in vielen Fällen.

    Genehmigung einholen und Flüssigdünger lagern: Was gilt hier?

    Mit der Kategorisierung als schwach wassergefährdender Stoff (WGK 1) ist bei der Lagerung von Flüssigdünger das WHG zu beachten. Bei kleinen Anlagen, doppelwandigen AHL-Tanks sowie Behältern mit ausreichend großer Auffangwanne benötigen Sie dabei in aller Regel keine Genehmigung. Wir empfehlen aber dennoch, eine entsprechende Anzeige vor Inbetriebnahme. Dazu wenden Sie sich in der Regel an die untere Wasserbehörde.

    Geht es um Großtanks oder um die Aufstellung in einem Wasserschutz-/Überschwemmungsgebiet, benötigen Sie in vielen Fällen eine Genehmigung. Diese erhalten Sie ebenfalls von der unteren Wasserbehörde, wenn Sie die regional geltenden Bestimmungen erfüllen.

    Unser Tipp:

    Beachten Sie hier die Gefährdungsstufen von Anlagen, die sich aus § 39 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) ergeben. Spezielle Prüf- und Überwachungspflichten gelten dabei in der Regel erst bei Füllmengen von mehr als 100 Kubikmetern, wie aus den Anlagen 5 und 6 der AwSV hervorgeht.

    AHL-Tanks kaufen oder mieten: Tipps für die richtige Entscheidung

    Ob Sie einen AHL-Tank kaufen oder mieten sollten, hängt vor allem von Einsatzdauer, Lagermenge und Investitionsrahmen ab. Der Kauf lohnt sich bei dauerhaftem Bedarf, festen Standorten und individuellen Ausstattungsanforderungen. Die Miete eignet sich hingegen besonders für saisonale Einsätze, temporäre Lagerungen oder kurzfristige Projekte. Sie geht mit geringeren Kosten einher und ist in den aufgeführten Fällen daher meist wirtschaftlicher. Welche Lösung die günstigste ist, hängt also immer vom Einzelfall ab. Die folgende Tabelle hilft bei der Entscheidung.

    OptionVorteileNachteile
    AHL-Tank mietenGeringe Anfangskosten, hohe Flexibilität, ideal für saisonale oder temporäre Einsätze, keine langfristige Kapitalbindung, Wartung und Prüfungen oft im Mietumfang enthaltenLaufende Mietkosten, langfristig teurer bei Dauerbetrieb, eingeschränkte Individualisierung, Verfügbarkeit abhängig vom Anbieter
    AHL-Tank kaufenWirtschaftlich bei dauerhaftem Einsatz, volle Kontrolle über Ausstattung und Standort, langfristig geringere Gesamtkosten, unabhängig von MietverträgenHohe Investitionskosten, Kapitalbindung, Verantwortung für Wartung, Prüfungen und Dokumentation, geringere Flexibilität bei wechselnden Anforderungen

    Unser Tipp:

    Mieten Sie einen AHL-Tank bei kurzfristigem oder saisonalem Bedarf und kaufen Sie ihn, wenn die Lagerung dauerhaft geplant ist – in beiden Fällen sollte die AwSV-konforme Ausführung und der sichere Betrieb immer oberste Priorität haben.

    FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Tanks zum Lagern von Flüssigdünger

    Was ist AHL und warum gelten besondere Anforderungen an die Lagerung?

    AHL (Ammonium-Harnstoff-Lösung) ist ein flüssiger Stickstoffdünger, der zur Wassergefährdungsklasse 1 (WGK 1) gehört und damit als schwach wassergefährdend eingestuft ist. Trotz dieser vergleichsweise niedrigen Gefährdung können bei Leckagen Umwelt- und Gewässerschäden entstehen. Aus diesem Grund unterliegt die Lagerung von AHL den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und der AwSV, die eine sichere und dichte Bevorratung sicherstellen sollen.

    Welche Tanks eignen sich zum Lagern von Flüssigdünger?

    Für die Lagerung von AHL kommen ausschließlich korrosionsbeständige Tanks infrage, da der Dünger ungeschützte Metalle angreift. Bewährt haben sich insbesondere Tanks aus Polyethylen (PE/PEHD), glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), Edelstahl sowie beschichtete Stahltanks. Welches Material geeignet ist, hängt vor allem von der gewünschten Tankgröße, dem Einsatzort und der geplanten Nutzungsdauer ab.

    Müssen AHL-Tanks doppelwandig sein oder reicht eine Auffangwanne?

    AHL-Tanks müssen so ausgeführt sein, dass ein Austreten des Düngers sicher verhindert wird. In der Praxis bedeutet das entweder eine doppelwandige Bauweise mit Leckageüberwachung oder ein einwandiger Tank mit ausreichend dimensionierter Auffangwanne. Die Auffangwanne muss dabei mindestens das gesamte Tankvolumen aufnehmen können. Welche Lösung sinnvoller ist, hängt vom verfügbaren Platz und den örtlichen Gegebenheiten ab.

    Benötige ich eine Genehmigung, um Flüssigdünger zu lagern?

    Ob für die Lagerung von AHL eine Genehmigung erforderlich ist, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa der Tankgröße, dem Standort und davon, ob sich die Anlage in einem Wasser- oder Überschwemmungsgebiet befindet. Kleinere, doppelwandige Tanks oder Anlagen mit ausreichender Auffangwanne sind häufig genehmigungsfrei, sollten jedoch in der Regel bei der unteren Wasserbehörde angezeigt werden. Bei größeren Anlagen oder sensiblen Standorten ist hingegen oft eine Genehmigung erforderlich.

    Was ist bei der Aufstellung und beim Betrieb von AHL-Tanks zu beachten?

    AHL-Tanks müssen standsicher auf einem geeigneten Fundament aufgestellt und vor mechanischen Beschädigungen geschützt werden. In befahrbaren Bereichen ist ein Rammschutz sinnvoll oder erforderlich. Beim Betrieb kommt es insbesondere auf eine sichere Befüllung mit Überfüllsicherung, eine funktionierende Entlüftung sowie regelmäßige Sicht- und Funktionskontrollen an. Auch Zubehör wie Pumpen, Dichtungen und Schläuche muss für den Kontakt mit Flüssigdünger geeignet sein.

    Ist es sinnvoller, einen AHL-Tank zu kaufen oder zu mieten?

    Ob ein AHL-Tank gekauft oder gemietet werden sollte, hängt vor allem vom geplanten Einsatz ab. Für eine dauerhafte Lagerung an einem festen Standort ist der Kauf in der Regel wirtschaftlicher. Die Miete bietet sich hingegen an, wenn Flüssigdünger nur saisonal, vorübergehend oder zur Überbrückung benötigt wird. In beiden Fällen ist entscheidend, dass der Tank den gesetzlichen Anforderungen entspricht und sicher betrieben wird.

    Autor: Marc Bode

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