Geht es darum, den Brandschutz von Gebäuden und Anlagen sicherzustellen, ist immer für ausreichend Löschwasser zu sorgen. Möglich ist das, indem Sie einen Löschwasserbehälter kaufen. Diese lassen sich ober- oder unterirdisch aufstellen und fassen auf Wunsch bis zu 1.000 Kubikmeter Löschwasser. Wir geben einen Überblick über Angebot und Kosten. Außerdem zeigen wir, wie Sie den passenden Löschwassertank finden und richtig dimensionieren.

Die Themen im Überblick:
Auf einen Blick: Die wichtigsten Infos zu Löschwassertanks
Löschwasserbehälter (auch Löschwassertanks) halten Regen- und/oder Trinkwasser zum Bekämpfen von Bränden vor. Sie kommen in Wohngebieten ohne Hydranten, in Gewerbe- sowie in Industriegebieten zum Einsatz. Auch in waldbrandgefährdeten Gebieten ist es üblich, einen großen Löschwassertank unterirdisch zu installieren, um im Ernstfall schneller reagieren zu können.
Das Wichtigste im Überblick:
- Löschwassertanks speichern Trink- und/oder Regenwasser
- Die Tanks lassen sich unter- sowie oberirdisch installieren.
- Sie dienen dem Brandschutz von Gebäuden, Anlagen und Wäldern.
- Zur Auswahl stehen Löschwassertanks aus Kunststoff, Stahl und Stahlbeton.
- Das Volumen pro Löschwasser- oder Sprinklertank liegt bei etwa 10 bis 1.000 m³.
Achten Sie neben der optimalen Auslegung der Löschwasserbehälter auch auf die Wartung und die regelmäßige Prüfung, schaffen Sie eine sichere Basis für Ihr Brandschutzkonzept.
Übrigens: Auch wenn Löschwassertanks und Sprinklertanks häufig in einem Zuge genannt werden, handelt es sich doch um unterschiedliche Anlagen. Während Löschwassertanks der Feuerwehr zur Entnahme von Löschwasser dienen, sind Sprinklertanks mit einer Sprinkleranlage verbunden. Das heißt: Ein Löschwassertank kann unter bestimmten Voraussetzungen auch als Sprinklertank dienen, sofern die jeweils geltenden Regelwerke erfüllt werden.
Löschwassertank kaufen: Aktuelles Angebot und Tank-Preise
Möchten Sie einen Wassertank für den Brandschutz kaufen, stehen heute Anlagen aus Stahl, Kunststoff und Stahlbeton zur Auswahl. Wir geben einen Überblick über aktuelle Angebote und typische Preise der Löschwasser- und Sprinklertanks.
| Löschwasserbehälter | Volumen | Abmessungen | Beschreibung | Preise (netto) |
|---|---|---|---|---|
| Kunststoff-Löschwassertank 10 m³ nach DIN | ca. 10.000 Liter | 3,6 m x 2,20 m (LxD) | Korrosionsfreie Löschwasserbehälter aus Kunststoff zur normgerechten Bevorratung gemäß DIN 14230. Geeignet für den unterirdischen Einbau in allen Volumengrößen. Geringes Eigengewicht für einfache Montage, dauerhaft dicht und wartungsarm. Vormontiert mit Domschacht, Sauganschluss und Entlüftung – ideal für Industrie, Gewerbe und Kommunen ohne ausreichendes Hydrantennetz. | ab ca. 8.000 € |
| Kunststoff-Löschwassertank 20 m3 nach DIN | ca. 20.000 Liter | 6,10 m x 2,20 m (LxD) | ab ca. 11.000 € | |
| Kunststoff-Löschwassertank 30 m3 nach DIN | ca. 30.000 Liter | 8,60 m x 2,20 m (LxD) | ab ca. 15.000 € | |
| Kunststoff-Löschwassertank 45 m3 nach DIN | ca. 45.000 Liter | 13,60 m x 2,20 m (LxD) | ab ca. 21.000 € | |
| Kunststoff-Löschwassertank 50 m3 nach DIN | ca. 50.000 Liter | 16,10 m x 2,20 m (LxD) | ab ca. 25.000 € | |
| Kunststoff-Löschwassertank 70 m3 nach DIN | ca. 70.000 Liter | 21,10 m x 2,20 m (LxD) | ab ca. 32.000 € | |
| Kunststoff-Löschwassertank 80 m3 nach DIN | ca. 80.000 Liter | 23,60 m x 2,20 m (LxD) | ab ca. 35.000 € | |
| Kunststoff-Löschwassertank 90 m3 nach DIN | ca. 90.000 Liter | 26,10 m x 2,20 m (LxD) | ab ca. 38.000 € | |
| Kunststoff-Löschwassertank 100 m3 nach DIN | ca. 100.000 Liter | 28,60 m x 2,20 m (LxD) | ab ca. 42.500 € | |
| Stahlbetonbehälter (rund) | 1.000 bis 23.000 Liter | 0,8 bis 3,00 m x 0,75 bis 3,25 m (DxH) | Massive Stahlbetonbehälter für eine langlebige und auftriebssichere Löschwasserbereitstellung gemäß DIN 14230. Extrem belastbar gegenüber Erd- und Verkehrslasten, geeignet für sämtliche Volumengrößen. Werkseitig integrierte Einbauteile sorgen für schnelle Inbetriebnahme. Ideal für kommunale und gewerbliche Anwendungen mit langfristigem Sicherheitsanspruch. | Preis auf Anfrage |
| Stahlbetonbehälter (rechteck) | 20.000 bis 50.000 Liter | bis zu 6,00 x 3,30 x 3,40 m (LxBxH) | Preis auf Anfrage | |
| Stahlbetonbehälter (segmentiert, aus mehreren Elementen) | 25.000 bis 100.000 Liter | 4,00 bis 5,60 x 1,5 bis 3,25 x > 6,00 m (BxHxL) | Preis auf Anfrage | |
| Stahl-Löschwassertank 30 m3 nach DIN | ca. 30.000 Liter | 6,60 x 2,50 m (LxD) | Robuste, geschweißte Stahlkonstruktion zur unterirdischen Löschwasserbevorratung nach DIN 14230. Hohe statische Belastbarkeit, dauerhaft dicht und durch Beschichtungssysteme zuverlässig vor Korrosion geschützt. In allen Größen verfügbar, mit normgerechten Anschlüssen und Entnahmeeinrichtungen ausgestattet – optimal für anspruchsvolle Industrie- und Infrastrukturprojekte. | ab ca. 20.000 € |
| Stahl-Löschwassertank 50 m3 nach DIN | ca. 50.000 Liter | 10,60 x 2,50 m (LxD) | ab ca. 30.000 € | |
| Stahl-Löschwassertank 70 m3 nach DIN | ca. 70.000 Liter | 11,30 x 2,90 m (LxD) | ab ca. 35.000 € | |
| Stahl-Löschwassertank 100 m3 nach DIN | ca. 100.000 Liter | 15,80 x 2,90 m (LxD) | ab ca. 50.000 € |
Die Angaben in der Tabelle verstehen sich als Richtwerte. Reale Maße und Preise können abweichen. Zwischengrößen sind in aller Regel erhältlich. Die Preise der Löschwasser- und Sprinklertanks verstehen sich exkl. Steuern, Lieferung und Montage. Interessieren Sie sich für verbindliche Angaben, empfehlen wir Ihnen, ein individuelles Angebot für einen Löschwassertank einzuholen.
Übrigens: Wenn Sie einen Löschwassertank kaufen, können Sie diesen mit Regenwasser und/oder Leitungswasser befüllen. Möglich ist es außerdem, das Wasser für untergeordnete Bereiche im Haus oder in der Anlage zu nutzen – etwa für Toilettenspülungen oder zur Bewässerung. Voraussetzung ist, dass das individuelle Brandschutzkonzept eine derartige Nutzung zulässt. Der Fall ist das in der Regel, wenn sich der Pegel durch eine automatische Nachspeisung sicherstellen lässt und die Entnahme über ein separates System erfolgt.
Materialwahl: Löschwassertanks aus Kunststoff, Stahl oder Stahlbeton
Wie die Tabelle zeigt, kommen Löschwassertanks überwiegend aus Kunststoff, Stahlbeton oder Stahl zum Einsatz. Was die jeweiligen Materialien auszeichnet und wann welches am günstigsten zum Einsatz kommt, zeigt die folgende Übersicht.
Kunststofftanks sind groß, leicht und flexibel unter- sowie oberirdisch einsetzbar. Sie sind auch ohne Beschichtung korrosionsfrei und dauerhaft dicht hergestellt. Unterirdisch aufgestellt, lassen sich die Tanks sogar mit Pkws oder Lkws befahren, wenn Sie die Vorgaben in Bezug auf die Überdeckung einhalten. Günstig sind die Lösungen, da sie sich relativ leicht transportieren und einbringen lassen. Die Montage erfolgt durch vorkonfektionierte Bauteile schnell und die Anlagen sind in kürzester Zeit einsatzbereit.
- Größe: ca. 10 m³ bis 100 m³ (beliebig skalierbar durch Kombination mehrerer Tanks)
- Vorteil: wartungsarm, korrosionsbeständig, schnelle Installation und besonders montagefreundlich.
- Einsatzbereich: Gewerbeobjekte, kleinere Industrieanlagen, Wälder, landwirtschaftliche Betriebe und Gebiete ohne ausreichendes Hydrantennetz
Stahl ist ein Werkstoff, der die Herstellung stabiler und langlebiger Löschwassertanks in verschiedenen Größen ermöglicht. Ohne eigenen Korrosionsschutz ist jedoch eine Innen- und Außenbeschichtung erforderlich. Diese muss regelmäßig kontrolliert werden, um über lange Zeiträume hinweg einen stabilen Schutz sicherstellen zu können. Die Installation gelingt mit vormontierten Einbauteilen wie Domschacht, Steigleiter, Saugrohrleitung und Feuerwehranschlüssen relativ einfach. Durch das höhere Gewicht der Tanks sind unter Umständen aber spezielle Maschinen erforderlich.
- Größe: ca. 30 m³ bis 100 m³, projektbezogen auch größere Ausführungen möglich
- Vorteil: hohe Stabilität bei vergleichsweise kompakter Bauform, flexibel planbar, wirtschaftliche Lösung für mittlere bis große Speichervolumen.
- Einsatzbereich: Industrie- und Logistikstandorte, Gewerbegebiete sowie Infrastrukturprojekte mit erhöhten statischen Anforderungen.
Stahlbetontanks werden je nach Größe einzeln oder in Segmenten geliefert und installiert. Sie ermöglichen die dauerhafte und zuverlässige Bevorratung von Löschwasser gemäß DIN 14230 und punkten dabei mit optimalem Auftriebsschutz und maximaler Widerstandsfähigkeit gegenüber Erd- und Verkehrslasten. Technisch stehen die Tanks Kunststoff- und Stahlbehältern in nichts nach. Sie lassen sich mit der gleichen Ausstattung versehen und in verschiedensten Größen ordern.
- Größe: ca. 10 m³ bis über 100 m³, bei segmentierter Bauweise auch in sehr großen Sonderdimensionen realisierbar
- Vorteil: extrem langlebig, sehr hohe Tragfähigkeit, ideal für anspruchsvolle Boden- und Verkehrsbedingungen
- Einsatzbereich: kommunale Einrichtungen, Gewerbe- und Industrieflächen, öffentliche Infrastruktur sowie Standorte mit hoher Belastung
In der Praxis hängt die Wahl des richtigen Löschwassertanks stark von den baulichen, statischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab – es gibt also keine pauschale „beste“ Lösung, sondern eine typische Standardwahl je nach Projektart. Kunststoff-Löschwassertanks gelten häufig als Standardlösung bei kleineren bis mittleren Bauvorhaben mit einfachen Einbaubedingungen. Stahl-Löschwassertanks sind typischer Standard im industriellen Umfeld, wenn höhere statische Anforderungen bestehen oder größere Volumina kompakt untergebracht werden müssen. Stahlbeton-Löschwasserbehälter stellen den Standard dar, wenn maximale Dauerhaftigkeit, hohe Erd- oder Verkehrslasten oder schwierige Bodenverhältnisse vorliegen.
DIN 14230 kurz erklärt: Die DIN 14230 ist eine deutsche Norm, die die Planung, Ausführung und Ausstattung von unterirdischen Löschwasserbehältern regelt. Sie definiert Anforderungen an Bauweise, Entnahmeeinrichtungen sowie die Zugänglichkeit für die Feuerwehr. Ziel ist es, eine dauerhaft sichere und im Brandfall jederzeit verfügbare Löschwasserversorgung zu gewährleisten. Kaufen Sie einen Löschwassertank nach DIN 14230, sind Sie also technisch auf der sicheren Seite.
Löschwassertank auslegen und planen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Möchten Sie einen Löschwassertank kaufen und in Ihrem Betrieb, in Ihrer Anlage oder in einem Wald einsetzen, kommt es auf die fachgerechte Auslegung an. Entscheidend sind dabei die Vorgaben der DIN 14230, des DVGW-Arbeitsblatts W 405 und der örtlichen Behörden. Im Folgenden zeigen wir den Ablauf Schritt für Schritt.
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Schritt 1: Grundlagen der Planung definieren
Im ersten Schritt geht es darum, die Grundlagen der Planung festzulegen. Wichtig ist dabei die Frage, ob es um den Grund- oder den Objektschutz geht. Außerdem sind die Vorgaben aus dem Brandschutzkonzept sowie der Baugenehmigung und die Auflagen von Behörden, Feuerwehr und Versicherung aufzunehmen. Hieraus ergeben sich wichtige Auslegungsparameter, wie etwa die benötigte Löschwassermenge und die Dauer, die diese zur Verfügung stehen muss.
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Schritt 2: Löschwassertank-Größe bestimmen
Stehen die Grundlagen fest, geht es um die Auslegung. Dazu ziehen Sie die im ersten Schritt definierte Löschwassermenge und die entsprechende Bereitstellungsdauer heran. Ermitteln Sie, wie viel Wasser das öffentliche Netz bzw. installierte Hydranten bieten, und berechnen Sie die Differenz aus Soll- und Istwert. Berücksichtigen Sie außerdem einen Sicherheitszuschlag für Sedimente, Ungenauigkeiten und nicht nutzbare Tankinhalte. Stehen all diese Werte fest, können Sie das Tankvolumen nach folgender Gleichung berechnen:
- Löschwasserbehälter-Größe = (Löschwasserrate x Bereitstellungsdauer x Sicherheitszuschlag) – (Wassermenge aus dem Netz x Bereitstellungsdauer)
Runden Sie das Ergebnis auf, um einen passenden Löschwasser- oder Sprinklertank zu finden.
Wichtig zu wissen: In der Regel prüfen Brandschutz-Experten oder Vertreter der Feuerwehr die Auslegung. Auf diese Weise ist gesichert, dass Sie die erforderlichen Brandschutzvorgaben in Bezug auf den Löschwasserbehälter erfüllen.
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Schritt 3: Material des Löschtanks festlegen
Nach der Dimensionierung geht es nun um die Wahl des Tankmaterials. Zur Auswahl stehen dabei in der Regel Kunststoff, Stahl sowie Stahlbeton. Wann welches Material zu empfehlen ist, zeigt die folgende Übersicht:
- Stahlbeton: Bei hohen Erd- und Verkehrslasten, schwierigen Bodenverhältnissen oder wenn maximale Langlebigkeit und Robustheit gefordert sind.
- Kunststoff: Bei kleineren bis mittleren Volumina und einfachen Einbaubedingungen, wenn eine wirtschaftliche, korrosionsfreie und schnell montierbare Lösung gefragt ist.
- Stahl: Bei größeren Volumina und erhöhten statischen Anforderungen, insbesondere im Industrie- und Logistikumfeld mit kompakter Bauweise.
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Schritt 4: Den richtigen Standort bestimmen
Der richtige Standort des Löschwassertanks hängt von zahlreichen Parametern ab. Wichtig ist die Nähe zum zu schützenden Objekt. Der Tank muss von der Feuerwehr erreichbar sein und für die Montage müssen auch Lkws sowie eventuell zusätzlich nötige Kräne zur Baustelle kommen können. Wichtig ist es außerdem, die Bodenklasse sowie den Grundwasserspiegel zu ermitteln. Genau wie die geplante Nutzung der Fläche über dem Tank wirkt sich auch das auf die Art des Einbaus und die notwendige Überdeckung (bei unterirdischen Löschwassertanks) aus.
KO-Kriterien bei der Planung: Bei der Standortwahl kommt es ganz besonders auf die freie Zufahrt zur Entnahmestelle, die Höhe des Grundwassers bzw. die Hochwassergefahr zwecks Auftriebssicherung, die Verkehrs-/Erdlasten sowie den Zugang zu Wartungs- und Revisionszwecken an. Wichtig sind zudem eine frostfreie Entnahme und eine gute Erreichbarkeit auch im Winter. Lassen sich diese Punkte nicht klären, kann das die Aufstellung des Löschwasserbehälters zumindest am gewählten Standort verhindern.
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Schritt 5: Befüll- und Entnahmetechnik planen
Stehen Größe und Standort fest, geht es um die Technik zum Befüllen und Entnehmen von Wasser. Die Befüllung kann je nach Konzept mit Regenwasser oder Trinkwasser erfolgen. Zudem ist eine Füllstandsüberwachung mit automatischer Nachspeisung aus dem Trinkwassernetz zu empfehlen. Wichtig: Hier muss eine Systemtrennung erfolgen, um das Zurückdrücken von Nichttrinkwasser in das Trinkwassernetz zu verhindern.
Die Entnahme von Löschwasser planen Sie stattdessen nach den Vorgaben der DIN 14230. Hier kommt es unter anderem auf einen passenden Sauganschluss, den Domschacht, Revisionsöffnungen und die Frostsicherheit des Tanks an.
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Schritt 6: Genehmigung und Ausschreibung
Ist die Planung abgeschlossen, stimmen Sie Entnahmestelle, Lage, Beschilderung/Markierung, Prüf- und Wartungsanforderungen mit der Feuerwehr und den örtlichen Behörden ab. Stimmen die Experten dem Löschwassertank samt Peripherie zu, geht es um die Ausschreibung, das Einholen von Angeboten und die Vergabe des Auftrags zur Ausführung.
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Schritt 7: Einbau, Abnahme und Betrieb
Es folgt die Montage der Löschwassertechnik durch eine Fachfirma. Sie prüfen die Ausführung gründlich und lassen sich in die Technik einführen. Anschließend nehmen Sie den Löschwasserbehälter in Betrieb. Es folgt die regelmäßige Kontrolle und Wartung, um dauerhaft einen sicheren und zuverlässigen Betrieb sicherstellen zu können.
Wichtig zu wissen: Bei der fachgerechten Planung von Löschwassertank und Zubehör bekommen Sie Unterstützung von Fachplanern, Feuerwehr und Behörden. Das ist wichtig, um unnötige Risiken in puncto Brandschutz von vornherein zu vermeiden.
Löschwasser und Sprinklertank warten und prüfen: Aktuelle Vorgaben
Um einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb der Anlage sicherstellen zu können, kommt es im laufenden Betrieb auf die regelmäßige Wartung und Kontrolle an. Die Verantwortung dafür übernehmen Sie als Betreiber selbst – als Nachweis empfiehlt sich eine lückenlose Dokumentation aller Arbeiten und Maßnahmen.
Typische Wartungs- und Prüfmaßnahmen am Löschwasserbehälter
Im Wesentlichen kommt es bei der Wartung und Kontrolle auf folgende Aufgaben an:
- Regelmäßige Sichtprüfung (Schacht, Abdeckung, Beschilderung)
- Kontrolle des Füllstands
- Funktionsprüfung der Saug- und Entnahmeeinrichtungen
- Kontrolle auf Dichtheit und Korrosion (je nach Material)
- Reinigung bei Sedimentbildung
Während Sie die Sichtprüfung mindestens einmal im Jahr (besser öfter) durchführen sollten, empfiehlt sich bei der Funktionsprüfung der Entnahmeeinrichtung ein einjähriger bis dreijähriger Turnus. Gleiches gilt für die Dichtheitskontrollen und die Prüfung von Mess- und Überwachungseinrichtungen. Reinigungs-, Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten wie der Austausch von Dichtungen sind hingegen nur bei Bedarf erforderlich. Haben Sie einen Systemtrenner zwischen Löschwasser- und Trinkwassernetz, müssen Sie diesen in der Regel einmal im Jahr prüfen. So schreiben es einschlägige Normen, wie die DIN EN 1717 bzw. die DIN 1988 vor.
Wichtig zu wissen: Entscheidend sind immer die Vorgaben aus dem Brandschutzkonzept, behördliche Auflagen sowie Herstellervorgaben. Zudem fordert die DIN 14230 eine dauerhafte Betriebsbereitschaft der Löschwassertanks.
FAQ: Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Löschwasserbehältern
Einen Löschwasserbehälter benötigen Sie immer dann, wenn die öffentliche Löschwasserversorgung nicht ausreicht oder kein Hydrantennetz vorhanden ist. Das betrifft häufig Gewerbe- und Industriegebiete, abgelegene Wohnlagen oder waldbrandgefährdete Regionen. Auch bei erhöhtem Brandschutzbedarf im Rahmen eines Brandschutzkonzepts oder auf Anforderung von Behörden und Versicherern ist ein Löschwassertank erforderlich.
Ein Löschwassertank muss die Vorgaben der DIN 14230 erfüllen. Diese regelt unter anderem Bauweise, Ausstattung, Entnahmeeinrichtungen, Zugänglichkeit für die Feuerwehr sowie die dauerhafte Betriebsbereitschaft. Zusätzlich sind behördliche Auflagen, das Brandschutzkonzept und gegebenenfalls Vorgaben zum Trinkwasserschutz zu beachten.
Kunststoff eignet sich besonders für kleinere bis mittlere Volumina und einfache Einbaubedingungen, wenn eine wirtschaftliche und korrosionsfreie Lösung gefragt ist. Stahl kommt häufig im Industrieumfeld mit höheren statischen Anforderungen zum Einsatz. Stahlbeton ist ideal bei hohen Erd- oder Verkehrslasten sowie bei besonders langlebigen und dauerhaft ausgelegten Projekten.
Die erforderliche Löschwassermenge hängt in erster Linie vom Brandschutzkonzept, der Art und Nutzung des Gebäudes sowie von dessen Größe und Brandlast ab. Entscheidend ist außerdem, ob es sich um Grundschutz (kommunale Versorgung) oder Objektschutz handelt und wie viel Wasser das öffentliche Netz tatsächlich bereitstellen kann. Maßgeblich sind die Vorgaben der zuständigen Behörden, der Feuerwehr und gegebenenfalls einschlägige Regelwerke wie das DVGW-Arbeitsblatt W 405.
Die Größe ergibt sich aus der erforderlichen Löschwassermenge und der vorgeschriebenen Bereitstellungsdauer. Grundlage sind das Brandschutzkonzept, behördliche Vorgaben sowie das DVGW-Arbeitsblatt W 405. Von der benötigten Gesamtmenge wird die tatsächlich verfügbare Wassermenge aus dem öffentlichen Netz abgezogen. Zusätzlich sollten Sie einn Sicherheitszuschlag berücksichtigen.
Die Kosten hängen von Material, Größe, Ausstattung und Einbausituation ab. Kunststofftanks beginnen bei kleineren Größen bei rund 8.000 Euro, größere Anlagen können 40.000 Euro und mehr kosten. Stahl- und Stahlbetonlösungen liegen je nach Volumen häufig zwischen 20.000 und über 50.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für Lieferung, Einbau und Erdarbeiten.
Die Kosten für Lieferung, Aushub und Erdeinbau hängen stark von Tankgröße, Gewicht, Bodenverhältnissen und Zugänglichkeit der Baustelle ab. Als grobe Orientierung liegen die Zusatzkosten häufig zwischen 5.000 und 25.000 Euro – bei großen Stahl- oder Stahlbetonbehältern oder schwierigen Bedingungen (z. B. Grundwasser, beengte Zufahrt, Kranstellung) auch darüber. Maßgebliche Faktoren sind Erdarbeiten, Abtransport des Bodens, Verfüllmaterial, eventuelle Bodenverbesserung oder Auftriebssicherung sowie Transport- und Kranleistungen. Eine verbindliche Kalkulation ist daher nur auf Basis eines individuellen Angebots möglich.
In der Regel werden Löschwassertanks dauerhaft installiert und gekauft. Für temporäre Anwendungen, etwa auf Baustellen oder bei Veranstaltungen, können Sie mobile Löschwasserlösungen oder temporäre Tanks mieten. Ob eine Mietlösung zulässig ist, hängt von den behördlichen Anforderungen und dem jeweiligen Brandschutzkonzept ab.
Als Betreiber sind Sie dazu verpflichtet, die dauerhafte Betriebsbereitschaft sicherzustellen. Dazu gehören mindestens jährliche Sicht- und Funktionsprüfungen sowie die Kontrolle von Füllstand, Entnahmeeinrichtungen und Dichtheit. Bei Trinkwassernachspeisung ist der Systemtrenner regelmäßig – in der Regel jährlich – gemäß DIN EN 1717 und DIN 1988 zu prüfen. Maßgeblich sind außerdem die Vorgaben aus dem Brandschutzkonzept und eventuelle behördliche Auflagen.