Ob auf der Baustelle, in der Landwirtschaft oder in einem Fuhrbetrieb: Sind Dieselfahrzeuge im Einsatz, lohnt sich häufig ein eigener Dieseltank. Mit 1.000 Litern oder mehr versorgen Sie sich unabhängig, günstig und effizient. Sie können größere Mengen Diesel günstiger einkaufen und sparen mit dem Weg zur Tankstelle Zeit und Kilometer. Wie viel ein Dieseltank mit 1.000 Litern oder mehr kostet, welche Lösungen zur Auswahl stehen und worauf es bei der Aufstellung ankommt, erklären die folgenden Abschnitte.

Die Themen im Überblick:
- Im Überblick: Die wichtigsten Informationen
- Dieseltank mit 1.000 Litern und mehr kaufen
- Eigene Tanks: Vorteile und Einsatzbereiche
- Dieseltanks aus Kunststoff, Stahl oder GFK
- Vorgaben: Aufstellung, Wartung und Pflege
- Die optimale Größe eines Tanks bestimmen
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Dieseltanks
Auf einen Blick: Die wichtigsten Informationen zu Dieseltanks
Die Lagerung von Dieselkraftstoff unterliegt strengen gesetzlichen Anforderungen, um den Schutz von Boden und Grundwasser zu gewährleisten.
- Dieseltanks ab 1.000 Litern müssen i.d.R. doppelwandig ausgeführt sein oder in einer zugelassenen Auffangwanne stehen.
- Für die Lagerung und den Transport gelten unterschiedliche Vorschriften, wie die AwSV (Anlagenverordnung wassergefährdende Stoffe) und das ADR (Gefahrgutrecht).
- Regelmäßige Sichtprüfungen und fachgerechte Wartungen sind für den sicheren Betrieb und den Erhalt der Zulassung zwingend erforderlich.
Ein fachgerecht gewählter Tank sichert Ihre Betriebsabläufe ab und bietet langfristig eine hohe Rentabilität durch minimierte Betriebskosten. Optimal in Kombination mit einem passenden AdBlue-Tank.
Dieseltank mit 1.000 Litern und mehr kaufen: Mobil und stationär
Abhängig von Einsatzzweck und -ort stehen Ihnen verschiedene Dieseltanks zur Verfügung. Angefangen bei etwa 1000 Litern bis zu mehreren Kubikmetern können Sie dabei einen Brennstofftank kaufen, der Ihre Bedürfnisse zu 100 Prozent erfüllt. Ganz gleich, ob sie einen stationären oder einen mobilen Diesel-Tank suchen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über aktuelle Angebote und Kosten.
| Dieseltank kaufen | Abmessungen | Eigenschaften | Kosten (brutto) |
|---|---|---|---|
| Mobiler Dieseltanktrolley, 110 Liter | 66 x 48 x 110 cm | Geeignet für Diesel und HVO, gefertigt aus Kunststoff, mit Pumpe, Zapfventil und Schlauch, ADR-Zulassung nach 1.1.3.1C, inklusive Handpumpe | ab ca. 750 € |
| Mobile Dieseltankstelle 450 Liter | 84 x 125 x 107 cm | für Diesel und HVO, aus Polyethylen, UN-zugelassen für den Transport (D/BAM/31H2), integrierte 24-V-Elektropumpe, Zapfpistole mit ca. 4 m Schlauch, Förderleistung bis ca. 50–60 l/min, abschließbarer Füllanschluss mit Entlüftung, integrierte Füllstandsanzeige, geschützter Stauraum mit Tropfauffangbereich, Kranösen und Gabelstaplertaschen für einfachen Transport | ab ca. 1.250 € |
| Mobiler Dieseltank für PickUps | 80 x 115 x 45 cm | niedrige Pickup-Bauform für Transport auf offenen Fahrzeugen, ADR-zugelassen nach 1.1.3.1, integrierte 12-V-Elektropumpe mit ca. 40 l/min Förderleistung, Automatik-Zapfpistole mit ca. 4 m Schlauch, abschließbarer Deckel mit geschütztem Armaturenbereich, integrierter Stauraum mit Tropfauffangfunktion, Kranösen und Gabelstaplertaschen | ab ca. 800 € |
| Dieseltankstelle, doppelwandig, 1.500 Liter PE mit DIBt Zulassung | 135 x 195 cm (DxH) | Doppelwandige Tank-in-Tank-Konstruktion aus UV-stabilisiertem PE, oberirdische Aufstellung für Innen- und Außenbereiche geeignet, integrierter Auffangraum ohne zusätzliche Auffangwanne erforderlich, DIBt-Zulassung und CE-Kennzeichnung, WHG-/AwSV-konforme Ausführung, serienmäßig mit 230-V-Elektropumpe, automatische Zapfpistole, Überfüllschutz und Leckageüberwachung | ab ca. 2.800 € |
| Dieseltankstelle, doppelwandig, 2.500 Liter PE mit DIBt Zulassung | 240 × 146 × 185 cm | ab ca. 3.200 € | |
| Dieseltankstelle, doppelwandig, 5.000 Liter PE mit DIBt Zulassung | 285 × 223 × 234 cm | ab ca. 6.000 € | |
| Dieseltankstelle, doppelwandig, 9.000 Liter PE mit DIBt Zulassung | 328 × 245 × 295 cm | ab ca. 8.500 € | |
| Dieseltank 1.000 Liter | 128 × 76 × 160 cm | für Diesel, HVO und Heizöl EL, doppelwandige Bauweise mit PE-Plus-Innenbehälter und verzinktem Stahl-Außenbehälter, integrierte Leckageerkennung und optische Leckanzeige, mechanische Schwimmer-Füllstandsanzeige, Grenzwertgeber inklusive, vier G2”-Anschlüsse, demontierbarer Stahlplattenfuß, stationäre Innenaufstellung, mit Zählwerk (optional) | ab ca. 1.500 € |
| Dieseltank 3.000 Liter, doppelwandig, oberirdisch | 266 × 125 × 125 cm | Doppelwandiger oberirdischer Lagertank, gefertigt nach EN 12285-2, mit 2 Stahlsattelfüßen, integrierter Leckanzeige, Prüfhahn, 2” Füllanschluss mit Tankwagenkupplung, Saugleitung, Entlüftung mit Abdeckkappe sowie Peilrohr mit Peilstab | auf Anfrage |
| Dieseltank 5.000 Liter, doppelwandig, oberirdisch | 275 × 160 × 180 cm | auf Anfrage | |
| Dieseltank 10.000 Liter, doppelwandig, oberirdisch | 528 × 160 × 180 cm | auf Anfrage | |
| Dieseltank 20.000 Liter, doppelwandig, oberirdisch | 686 × 200 × 220 cm | auf Anfrage | |
| Dieseltank 50.000 Liter, doppelwandig, oberirdisch | 1.068 × 250 × 270 cm | auf Anfrage | |
| Dieseltank 100.000 Liter, doppelwandig, oberirdisch | 1.574 × 290 × 310 cm | auf Anfrage | |
| Dieseltanks 60.000 Liter Stahl, doppelwandig | 1.273 × 250 × 270 cm | Doppelwandiger oberirdischer Stahltank nach EN 12285-2 (Klasse B), dreigeteilt, mit 2 Sattelfüßen, optischer Leckanzeige, Prüfhahn, 2” Tankwagen-Füllanschluss, Saugleitung, Entlüftung mit Abdeckkappe, Peilrohr mit Peilstab | auf Anfrage |
| TankContainer 3.000 Liter, oberirdisch | 299,1 x 243,8 x 259,1 cm | Doppelwandiger 10 ft Seecontainer als robuster Lager- und Transporttank, Mobil-Tankstelle mit integriertem Diesel-Abfüllplatz, leistungsstarke Dieselpumpe für schnelles Tanken vor Ort, AwSV-konforme Ausführung für rechtssicheren Einsatz auf Baustellen und Betriebshöfen, gesetzeskonform mit Auffangraum/Leckschutz, flexibel mobil einsetzbar und einfacher Auf- und Abbau durch durchdachtes Design, geeignet für wechselnde Baustellenbedingungen und effiziente Kraftstoffversorgung | auf Anfrage |
| Dieseltank 3.000 Liter, doppelwandig, unterirdisch | 266 x 125 cm (LxD) | Doppelwandiger unterirdischer Stahltank, gefertigt nach EN 12285-2, mit hochwertiger Außenbeschichtung (Bitumen, PUR-Polyurethan oder GFK) zum Korrosionsschutz, Innenbehälter roh, Zwischenraum für Vakuum-/Druck-Lecküberwachung, geeignet für breite Flüssigkeitsarten einschließlich Diesel, Heizöl, AdBlue und Schmierstoffe, unterirdisch einbaubar nach AwSV/WHG, Artikelgewicht ca. 910 kg | auf Anfrage |
| Dieseltank 50.000 Liter, doppelwandig, unterirdisch | 1.068 x 250 cm (LxD) | auf Anfrage | |
| Dieseltank 100.000 Liter, doppelwandig, unterirdisch | 1.574 x 290 cm (LxD) | auf Anfrage |
Die Angaben in der Tabelle verstehen sich als Richtwerte. Zwischengrößen sind erhältlich. Maße und Kosten können je nach Hersteller und Angebot abweichen.
Eigene Diesel-Tanks: Vorteile und Einsatzbereiche der Technik
Der Betrieb einer eigenen Tankanlage bietet zahlreiche Vorteile gegenüber der Nutzung öffentlicher Infrastrukturen. So sparen Sie nicht nur Zeit und Kilometer ein. Durch den zentralen Einkauf größerer Kraftstoffmengen reduzieren Sie auch Ihre Kosten. Ein Beispiel: Möchten Sie Diesel kaufen und betreiben eine Tankstelle, fällt mit dem Weg zur öffentlichen Zapfsäule schnell eine Stunde weg, die Sie fortan besser nutzen können – und das bei jedem Tankvorgang.
Die wichtigsten Vorteile eines eigenen Dieseltanks mit 1.000 Liter oder mehr:
- Kosteneffizienz: Durch den Einkauf großer Mengen (Bulk-Einkauf) sinken die Literpreise für Dieselkraftstoff dauerhaft.
- Zeitersparnis: Der Wegfall von Umwegen zur Tankstelle spart wertvolle Arbeitszeit und reduziert den Kilometerstand der Fahrzeuge.
- Unabhängigkeit: Sie sind weniger anfällig für kurzfristige Preissteigerungen oder Lieferengpässe an öffentlichen Tankstellen.
- Kontrolle: Integrierte Abgabesysteme ermöglichen eine exakte Dokumentation des Verbrauchs für jedes Fahrzeug oder Gerät.
Typische Einsatzbereiche: Hier lohnt sich ein eigener Diesel-Tank
Interessant sind eigene Tanklösungen vor allem im Baugewerbe, in der Landwirtschaft oder bei Fuhr- und Logistikbetrieben. Von den Vorteilen profitieren darüber hinaus aber auch kommunale Betriebe (Bauhöfe etc.) sowie Unternehmen mit großen Fahrzeugflotten, etwa für eigene Lieferanten oder den Außendienst. Die folgende Übersicht zeigt praktische Einsatzfälle.
- Baugewerbe: Auf Baustellen ist die Versorgung von Baggern, Radladern und Stromaggregaten entscheidend für den Baufortschritt. Mobile Tankanlagen mit ADR-Zulassung ermöglichen die direkte Betankung vor Ort, ohne dass Sie die schweren Maschinen verfahren müssen.
- Landwirtschaft: In der Landwirtschaft benötigen Sie vor allem während der Erntezeiten große Mengen Kraftstoff. Stationäre Dieseltanks mit 1000 Litern oder mehr stellen sicher, dass Traktoren und Erntemaschinen auch bei intensivem Einsatz ohne Unterbrechung laufen können.
- Fuhrbetriebe und Logistik: Unternehmen mit eigenem Fuhrpark nutzen eine Dieseltankstelle mit 5.000 oder sogar 10.000 Litern, um Leerfahrten zu vermeiden. Die Betankung erfolgt direkt auf dem Betriebshof, was die Routenplanung optimiert und die Standzeiten von Lkws, Transportern und Pkws verkürzt.
Die Beispiele aus der Praxis zeigen: Wenn Sie einen eigenen Diesel-Tank kaufen, sparen Sie Zeit und Geld. Sie vermeiden unnötige Leerfahrten zu öffentlichen Zapfsäulen und steigern Ihre Effizienz spürbar. Gründe, aus denen sich die Anschaffung eines Dieseltanks mit 1.000 oder mehr Litern häufig schon nach kurzer Zeit rechnet – ganz gleich, ob im mobilen oder im stationären Einsatz.
Übrigens: In einigen Bereichen kann es sich auch lohnen, einen mobilen Dieseltank zu mieten. So zum Beispiel, wenn Sie Diesel in der Landwirtschaft kaufen, um Traktoren und Maschinen während der Erntezeit zu versorgen. Aber auch zum Überbrücken von Ausfällen oder zum Abdecken von Spitzenlasten kann es sich für Sie lohnen, wenn Sie einen Dieseltank mieten.
Einen Dieseltank kaufen: Stahl, Edelstahl, Kunststoff oder GFK
Möchten Sie einen Dieseltank kaufen oder mieten, kommt es neben der Größe vor allem auch auf das Material an. Zur Verfügung stehen dabei in der Regel Tanklösungen aus Kunststoff, Stahl, Edelstahl oder Verbundmaterialien wie GFK. Welches Material dabei zum Einsatz kommt, hängt im Wesentlichen vom Einsatzort (ober-/unterirdisch), vom Einsatzzweck (stationär/mobil) und vom benötigten Volumen ab. Wir geben einen Überblick und zeigen, was die verschiedenen Dieseltank-Materialien auszeichnet.
Dieseltanks aus hochdichtem Polyethylen (HDPE) haben sich im kleinen und mittleren Leistungsbereich etabliert. Das Material ist dauerhaft korrosionsfrei, beständig gegenüber Diesel und vielen Chemikalien sowie unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Die meist nahtlose Fertigung reduziert potenzielle Schwachstellen und sorgt zudem für eine hohe Dichtheit. Durch das geringe Eigengewicht lassen sich die Tanks einfach transportieren und montieren. In doppelwandiger Ausführung erfüllen sie außerdem die wichtigsten Sicherheitsanforderungen für die oberirdische Lagerung.
- Vorteile: Korrosionsfrei, geringes Eigengewicht, chemisch beständig, montagefreundlich
- Größe (ca.): 200 – 5.000 Liter
- Einsatzbereich: Landwirtschaft, Werkstatt, kleinere Betriebe, mobile Betankung
- Einbaulage: Oberirdisch (Innen- und Außenbereich, je nach Ausführung)
GFK-Tanks (glasfaserverstärkter Kunststoff) verbinden die Korrosionsfreiheit klassischer Kunststoffe mit erhöhter struktureller Festigkeit. Durch die Glasfaserverstärkung entsteht dabei eine formstabile Konstruktion, die auch bei größeren Volumina dauerhaft belastbar bleibt. Das Material ist witterungs- sowie UV-beständig und eignet sich sowohl für Innen- als auch Außenanlagen. In doppelwandiger Ausführung mit Leckageüberwachung erfüllen GFK-Tanks genau wie Dieseltanks aus Kunststoff hohe Sicherheitsanforderungen für den Einsatz im gewerblichen Bereich.
- Vorteile: Korrosionsfrei, formstabil, witterungsbeständig, langlebig
- Größe (ca.): 1.000 – 50.000 Liter
- Einsatzbereich: Gewerbliche und industrielle Tankanlagen
- Einbaulage: Ober- und unterirdisch (je nach Zulassung)
Stahltanks stehen für maximale Stabilität und hohe mechanische Belastbarkeit. Sie sind häufig doppelwandig oder als Tank-in-Tank-Systeme erhältlich, wobei die äußere Hülle als Auffangwanne dient. Voraussetzung für den lang andauernden Einsatz sind jedoch Beschichtungen, die vor Feuchtigkeit von außen und Korrosion von innen schützen. Durch die robuste Bauweise eignen sich Dieseltanks aus Stahl besonders für größere Volumina und anspruchsvolle Einsatzorte.
- Vorteile: Sehr stabil, große Volumina möglich, hohe mechanische Belastbarkeit
- Größe (ca.): 400 – 100.000+ Liter
- Einsatzbereich: Gewerbe, Industrie, Fuhrparks, hohe Verbrauchsmengen
- Einbaulage: Ober- und unterirdisch (je nach Bauart)
Dieseltanks aus Edelstahl kommen überall dort zum Einsatz, wo höchste Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit, Hygiene und Materialqualität bestehen. Denn das Material ist dauerhaft widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und – je nach Legierung – auch gegenüber salzhaltiger Luft oder aggressiven Umgebungen. Dadurch eignen sich diese Tanks besonders für anspruchsvolle Standorte. Die stabile Konstruktion sorgt zudem für eine lange Lebensdauer und eine hohe Betriebssicherheit, auch bei intensiver Nutzung oder mobilen Anwendungen.
- Vorteile: Sehr korrosionsbeständig, langlebig, hochwertiges Material, hohe Betriebssicherheit
- Größe (ca.): 100 – 5.000 Liter
- Einsatzbereich: Mobile Tankanlagen, ADR-Transport, Marine, Sonderfahrzeuge
- Einbaulage: Überwiegend oberirdisch bzw. fahrzeuggebunden
Jedes Material hat seinen optimalen Einsatzbereich: HDPE gilt als Standard für kleinere bis mittlere oberirdische Anlagen im Innenbereich oder für mobile Tanklösungen mit geringem Gewicht. Stahl kommt bevorzugt bei größeren Lagermengen und stationären Industrieanlagen zum Einsatz – insbesondere dann, wenn es um hohe mechanische Belastungen geht. Edelstahl ist die beste Lösung für große Dieseltanks in korrosiven Umgebungen (etwa im maritimen Bereich) und GFK hat sich als langlebige Lösung für mittelgroße bis große stationäre Tanks im Innen- und Außenbereich etabliert.
Vorgaben: Das gilt bei Aufstellung, Wartung und Prüfung
Diesel ist ein wassergefährdender Stoff, der unter keinen Umständen in die Umwelt gelangen darf. Ganz gleich, ob Sie einen mobilen oder einen stationären Dieseltank kaufen möchten, gibt der Gesetzgeber dabei strikte Regeln vor. Definiert sind diese unter anderem in folgenden Werken:
- AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen): Regelt den Schutz von Gewässern vor Verunreinigungen durch Leckagen.
- TRGS 509 (Technische Regeln für Gefahrstoffe): Enthält Vorgaben zur Lagerung von flüssigen Gefahrstoffen in ortsfesten Behältern und ersetzt die früheren TRbF.
- TRGS 510: Regelt die Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern.
- DIN EN 12285-1/2: Europäische Norm für die Herstellung und Werkstoffe von Tanks.
- BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung): Definiert Prüfpflichten für Anlagen und sicherheitsrelevante Einrichtungen.
Wichtig zu wissen: Bei bestimmten Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen – insbesondere ab höheren Lagermengen oder in sensiblen Schutzgebieten – dürfen sich nur nach § 62 AwSV zertifizierte Fachbetriebe um Montage, Instandsetzung und Stilllegung der Tanks kümmern. Konkret betrifft das oberirdische Anlagen ab Gefährdungsstufe B (mehr als 1 m³ (Dieseltank 1.000 Liter), alle unterirdischen Anlagen sowie Anlagen in Wasserschutzgebieten. Ausnahmen gibt es unter anderem für sehr kleine Anlagen und mobile Dieseltanks mit serienmäßiger Zulassung als Transportbehälter.
Dieseltank 1000 Liter oder mehr kaufen: Aufstellbedingungen
Geht es um die Aufstellung, gelten vor allem die Vorgaben der AwSV sowie der TRGS (früher TRbF). Diese fordern in erster Linie eine auslaufsichere Montage außerhalb von Überschwemmungs- und Wasserschutzgebieten. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Vorgaben an Standort, Ausführung und Brandschutz im Überblick:
- Aufstellung nur auf befestigten, ebenen Flächen (z. B. Betonfundament).
- Keine Aufstellung in Überschwemmungsgebieten oder über Grundwasserleitern.
- Oberirdische Tanks benötigen eine Auffangwanne mit 100 % des Tankvolumens.
- Unterirdische Tanks müssen doppelwandig oder mit Leckageüberwachung ausgestattet sein.
- Mindestabstände zu Zündquellen (z. B. 3 m zu Heizungen, 1 m zu elektrischen Anlagen, 5 m zu offenen Flammen wie Schweißarbeiten, 3 m zu Abstellflächen für Pkws außer beim Tanken etc.).
- Feuerlöscher in der Nähe bereithalten (gemäß DIN 14406).
- Belüftungsventile zur Druckregulierung (Vermeidung von Vakuum/Überdruck).
- Geruchs- und Dampfrückhaltung bei Dieseltanks in Wohngebieten.
Unser Tipp: Welche Vorgaben im konkreten Einzelfall zu erfüllen sind, erfahren Sie von einem Fachplaner oder einem Fachhandwerker aus Ihrer Region. Wir empfehlen, die Experten möglichst frühzeitig zu involvieren, wenn Sie einen Dieseltank mit 1.000 Litern oder mehr kaufen möchten.
Regelmäßige Tankprüfung für Sicherheit und Umweltschutz
Um Leckagen rechtzeitig zu erkennen und Unfälle möglichst zu vermeiden, sind auch im laufenden Betrieb einige Vorgaben zu berücksichtigen. Diese beziehen sich dabei vor allem auf Wartungs- und Prüfvorgaben, die unter anderem in der AwSV, der TRGS und der BetrSichV geregelt sind. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Arbeiten im Überblick:
| Intervall | Prüfungstitel | Tätigkeiten |
|---|---|---|
| Vor Inbetriebnahme | Erstprüfung | Dichtheitsprüfung, Dokumentation der Konstruktion und Aufstellung. |
| Alle 2,5 Jahre | Wiederkehrende Prüfung | Sichtprüfung auf äußere Schäden, Korrosion, Dichtheit der Armaturen. |
| Alle 5 Jahre | Innere Prüfung | Inneninspektion (ggf. mit Kamera), Reinigung, Korrosionsschutz-Kontrolle. |
| Alle 10 Jahre | Festigkeitsprüfung | Druckprüfung (bei doppelwandigen Tanks), Materialstärke-Check. |
| Bei Verdacht | Außerplanmäßige Prüfung | Bei Leckageverdacht, nach Unfällen oder bei sichtbaren Schäden. |
Alle Wartungsintervalle gelten, sofern behördlich nicht anders festgelegt.
Konkrete Vorgaben hängen hier von der gelagerten Dieselmenge ab, wie in Anlage 5 und 6 der AwSV nachzulesen ist. Das Regelwerk definiert hier Prüf- und Überwachungsaufgaben in Abhängigkeit von der Gefährdungsstufe. Letztere ergibt sich nach § 39 AwSV aus der Wassergefährdungsklasse (bei Diesel WGK 2) und der Lagermenge.
| Gefährdungsstufe nach § 39 AwSV (Auszug) | Wassergefährdungsklasse (WGK) |
|---|---|
| Volumen (m3) | 2 |
| ≤ 0,22 | Stufe A |
| > 0,22 ≤ 1 | Stufe A |
| > 1 ≤ 10 | Stufe B |
| > 10 ≤ 100 | Stufe C |
| > 100 ≤ 1 000 | Stufe D |
| > 1 000 | Stufe D |
Tabelle: Auszug aus § 39 AwSV
Wartung der Dieseltanks ab 1.000 Liter: Tipps für Ihren Betrieb
Neben den gesetzlichen Prüfungen sorgen Sie mit regelmäßigen Eigenkontrollen für eine längere Lebensdauer und eine höhere Sicherheit bei der Nutzung der Diesel-Tanks. Neben wiederkehrenden Sichtprüfungen kommt es dabei vor allem auf die Reinigung der Tanks sowie der Umgebung an. Die folgende Tabelle gibt wertvolle Tipps.
- Sichtprüfung (monatlich): Kontrollieren Sie den Tank auf Rost, Dellen oder Undichtigkeiten. Das gilt besonders für Bereiche wie Schweißnähte oder Armaturen. Prüfen Sie zudem die Auffangwanne auf Flüssigkeitsansammlungen. Diese könnten auf eine Leckage hinweisen.
- Reinigung (jährlich): Entfernen Sie Schmutz und Ablagerungen von der Tankoberfläche (Vermeidung von Korrosion). Kontrollieren Sie auch Belüftungsventile und stellen Sie sicher, dass diese ordnungsgemäß funktionieren (keine Verstopfungen).
Wichtig ist außerdem ein Wartungsheft, in dem Sie alle Prüf- und Kontrollarbeiten dokumentieren. In diesem können Sie auch Nachweise von Prüfungen sowie Arbeiten an den Tanks sammeln, um diese im Schadensfall schnell zur Hand zu haben.
Unser Tipp: Ziehen Sie bei Auffälligkeiten sofort eine Fachfirma hinzu. Ratsam ist das etwa bei Flüssigkeitsansammlungen, Roststellen oder dann, wenn ein ungewöhnlich starker Geruch vom Dieseltank ausgeht.
Mobiler Dieseltank: Das ist beim Transport zu beachten
Auch beim Transport mobiler Dieseltanks gelten klare Sicherheits- und Gefahrgutvorgaben. Entscheidend ist dabei zunächst, dass der Tank für den Transport zugelassen ist und die ADR-Vorschriften erfüllt. ADR-konforme Dieseltanks verfügen dabei über eine entsprechende Bauartzulassung sowie eine eindeutige Kennzeichnung.
Während des Transports müssen Sie den Tank zudem form- und kraftschlüssig sichern. Möglich ist das unter anderem mit einer rutschfesten Unterlage, geeigneten Zurrmitteln und einer stabilen Befestigung an definierten Anschlagpunkten. Neben Bauart und Befestigung kommt es außerdem auf dicht verschlossene Füllstutzen, geschlossene Armaturen sowie einen ausreichenden Schutz vor Beschädigungen an.
Wichtig zu wissen: Abhängig von Menge und Gebinde können zusätzliche Anforderungen gelten, etwa hinsichtlich Fahrzeugkennzeichnung, Beförderungspapieren oder Feuerlöschern. Im Zweifel empfehlen wir daher die Abstimmung mit einem Gefahrgutbeauftragten oder mit einem Fachhändler.
Auslegungstipps: Dieseltank 1.000, 5.000 oder > 10.000 Liter
Haben Sie sich dafür entschieden, einen Dieseltank zu kaufen, und auch das passende Material definiert? Dann geht es um die Auslegung der Behälter. Entscheidend sind dabei vor allem Faktoren wie Ihr monatlicher Verbrauch und die gewünschte Reichweite. Sinnvoll ist es hier, möglichst konkret zu rechnen. Denn eine zu kleine Auslegung führt zu häufigen Nachlieferungen und höheren Preisen. Legen Sie den Dieseltank deutlich zu groß aus, steigen die Investitionskosten und es kann passieren, dass sich die Anlage nicht rechnet. Unterstützung bekommen Sie in jedem Fall von Fachhandwerkern, Fachplanern und Anbietern von Dieseltanks und Dieseltankstellen.
So berechnen Sie den Bedarf möglichst konkret:
- Ermitteln Sie den durchschnittlichen Tagesverbrauch Ihrer gesamten Flotte.
- Multiplizieren Sie diesen Wert mit der gewünschten Autarkiezeit (z. B. 20 Arbeitstage).
- Addieren Sie einen Sicherheitszuschlag von etwa 20 Prozent für Bedarfsspitzen.
Für kleine Handwerksbetriebe oder Baustellen mit wenigen Maschinen sind oft mobile Dieseltanks mit 400 bis 1.000 Litern ideal. Größere landwirtschaftliche Betriebe oder Speditionen greifen hingegen zu stationären Dieseltankstellen ab 5000 Litern, um ganze Tankwagenladungen abnehmen zu können.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Diesel-Tanks für Bau und Co.
Ein eigener Dieseltank lohnt sich immer dann, wenn regelmäßig größere Mengen Kraftstoff benötigt werden. Bereits bei mehreren Fahrzeugen oder Maschinen im täglichen Einsatz amortisiert sich die Investition häufig schnell. Sie sparen Zeit durch den Wegfall externer Tankfahrten, reduzieren Kilometerkosten und profitieren vom günstigeren Einkauf größerer Diesel-Mengen.
Die Kosten hängen von Material, Ausstattung und Bauart ab. Ein 1.000 Liter Dieseltank aus Kunststoff ist in der Regel günstiger als eine doppelwandige Stahlausführung mit integrierter Pumpe und Zählwerk. Für einfache stationäre Lösungen beginnen die Preise im unteren vierstelligen Bereich, während umfangreich ausgestattete Tankanlagen deutlich darüber liegen können.
Ja, in den meisten Fällen ist eine doppelte Sicherheit vorgeschrieben. Entweder ist der Tank doppelwandig ausgeführt oder er muss in einer zugelassenen Auffangwanne stehen, die das gesamte Tankvolumen aufnehmen kann. Maßgeblich sind hier die Vorgaben der AwSV. Die konkrete Ausführung hängt vom Standort und der Lagermenge ab.
Grundsätzlich ist die Aufstellung möglich, wenn alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Dazu zählen ein geeigneter Untergrund, ausreichende Abstände zu Zündquellen und – je nach Größe – die Einbindung eines Fachbetriebs. Spätestens bei größeren Anlagen oder unterirdischer Installation sollten Sie einen Fachplaner oder Fachhandwerker hinzuziehen.
Vor der ersten Inbetriebnahme ist eine Erstprüfung erforderlich. Danach erfolgen wiederkehrende Prüfungen in festgelegten Intervallen, abhängig von Tankgröße und Gefährdungsstufe nach AwSV. Zusätzlich sollten Sie regelmäßige Sichtkontrollen durchführen, um Undichtigkeiten oder Korrosionsschäden frühzeitig zu erkennen.
Die optimale Tankgröße richtet sich nach Ihrem durchschnittlichen Verbrauch und der gewünschten Autarkiezeit. Kleinere Betriebe kommen häufig mit 1.000 bis 2.000 Litern aus. Landwirtschaftliche Betriebe oder Fuhrunternehmen setzen dagegen meist auf 5.000 Liter oder mehr, um komplette Liefermengen abzunehmen und Preisvorteile optimal zu nutzen.
Ja, mobile Dieseltanks sind insbesondere auf Baustellen oder in der Landwirtschaft sinnvoll. Sie ermöglichen die direkte Betankung vor Ort und vermeiden unnötige Maschinenbewegungen. Wichtig ist, dass mobile Tankanlagen – insbesondere beim Transport – den geltenden ADR-Vorschriften entsprechen.