Ganz gleich, ob Sie Trinkwasser bevorraten oder Regenwasser nutzen möchten: In beiden Fällen ist häufig ein Wassertank sinnvoll – zum Kauf oder zur Miete. Die großen, meist stationär aufstellbaren Behälter sind dabei in verschiedenen Materialien und Größen erhältlich. Wir erklären, worauf es bei der Auswahl ankommt, und helfen Ihnen dabei, den optimalen Trinkwasser- oder Regenwassertank zu kaufen.

Die Themen im Überblick:
Auf einen Blick: Die wichtigsten Informationen zu Wassertanks
Ein Wassertank ermöglicht die sichere Bevorratung von Trink-, Regen- oder Brauchwasser für private, gewerbliche und kommunale Anwendungen.
- Erhältlich als oberirdische, unterirdische, mobile oder modulare Lösung
- Materialien wie Kunststoff, Stahl oder Beton je nach Volumen und Einsatzbereich
- Kosten von wenigen hundert Euro bis hin zu projektabhängigen Großanlagen
Die Auswahl hängt vom Verwendungszweck, dem benötigten Speichervolumen, den gesetzlichen Vorgaben und dem Budget ab.
Wassertank kaufen: Trink-/Brauchwasser und Regenwasser
Im eigenen Garten, in großen Industrieanlagen oder bei der kommunalen Versorgung: Wassertanks kommen in vielen Bereichen zum Einsatz. Sie bevorraten Trinkwasser, Regenwasser oder Prozesswasser und stellen sicher, dass das Medium nicht ausgeht. Im Folgenden stellen wir eine Reihe von Wassertanks mit hoher Nachfrage zusammen. Die Übersicht gibt einen Einblick in das verfügbare Angebot sowie die Kosten der Brauch- und Regenwassertanks.
| Wassertank | Kurzbeschreibung | Größe | Kosten (brutto) |
|---|---|---|---|
| Oberirdischer stehender Tank | Robuster, rotationsgeformter Polyethylen-Tank für die flexible Außenaufstellung. UV-stabilisiert und korrosionsfrei – ideal für Gartenbewässerung, Landwirtschaft oder Brauchwasserbevorratung. Geringes Eigengewicht erleichtert Transport und Montage. Wirtschaftlich besonders attraktiv im kleinen bis mittleren Volumenbereich. | ca. 1.500 bis 22.000 Liter | ab 1.300 € |
| Oberirdischer Regenwassertank rund | Platzsparende Rundbauweise für private und gewerbliche Anwendungen. Lebensmittelechtes Material, glatte Innenflächen zur leichten Reinigung. Geeignet für Regenwasser, Betriebswasser oder temporäre Wasserspeicherung. Besonders gefragt bei Garten- und Hofanlagen. | ca. 300 bis 13.000 Liter | ab 200 € |
| Oberirdischer liegender Tank | Flache Bauform für niedrige Aufstellorte oder Transportanwendungen. UV-beständig und witterungsstabil. Häufig genutzt in Landwirtschaft, Baustellenbetrieb oder mobilen Anwendungen. Gute Lösung bei begrenzter Bauhöhe. | ca. 300 bis 5.000 Liter | ab 200 € |
| Transporte/ gestellmontiert | Mobil einsatzfähiger Polyethylen-Wassertank, vormontiert auf stabilem Stahlrahmen oder Fahrgestell. Entwickelt für temporäre Wasserbevorratung, Baustellen- oder Eventbetrieb, Garten- und Bewässerungszwecke sowie als schnelle Wasserversorgung dort, wo kein fester Anschluss besteht. Die Kombination aus korrosionsfreier PE-Speichereinheit und robuster Rahmenkonstruktion ermöglicht einfache Handhabung, Transport mit Stapler/Kran sowie bedarfsgerechten Einsatz. | ca. 1.000 bis 2.700 Liter | ab 2.250 € |
| Unterirdischer PE-Regenwassertank | Unterirdischer Speicher zur unsichtbaren Regenwassernutzung. Bodentaugliche Konstruktion mit hoher Langzeitbeständigkeit gegen Feuchtigkeit und Korrosion. Geeignet für Hausanlagen, Gewerbe und größere Dachflächenentwässerung. Optional befahrbare Ausführungen. | ca. 2.000 bis 65.000 Liter | ab 650 € |
| Regenwassertank Flachtank unterirdisch | Speziell für geringe Einbautiefen entwickelt. Ideal bei schwierigen Bodenverhältnissen oder hohem Grundwasserstand. Häufig eingesetzt bei Neubauten mit begrenztem Aushubraum. | ca. 2.000 bis 10.000 Liter | ab 650 € |
| Stahltank einwandig oberirdisch | Geschweißter Lagertank aus Baustahl für hohe statische Anforderungen. Für industrielle Wasserbevorratung, Löschwasserspeicherung oder technische Anlagen geeignet. Individuell konfigurierbar hinsichtlich Anschlüssen, Beschichtung und Aufstellung. | ca. 3.000 bis 100.000 Liter | auf Anfrage |
| Löschwassertank (unterirdisch Stahl) | Normgerechte Ausführung für Brandschutzanforderungen (z. B. kommunale oder gewerbliche Objekte). Korrosionsgeschützte Ausführung mit vorbereiteten Sauganschlüssen. Für dauerhafte Erdverlegung konzipiert. | ca. 10.000 bis 110.000 Liter | auf Anfrage |
Die Kosten verstehen sich als Richtwerte exkl. Erdarbeiten, Einbau, Pumpen/Filter und Wartung. Konkrete Auskünfte bekommen Sie mit einem individuell kalkulierten Angebot.
Die folgende Übersicht zeigt typische Einsatzbereiche und Anwendungsfälle, für die Sie einen Wassertank kaufen oder mieten können.
Einer der bedeutendsten Anwendungsfälle für große Wassertanks ist die kommunale Trinkwasserversorgung. Hier kommen die Großbehälter für die Wasserwirtschaft zum Einsatz, um aufbereitetes Trinkwasser zu bevorraten, Spitzenverbräuche auszugleichen und einen Druckausgleich im Netz herzustellen. Darüber hinaus nutzen kommunale Versorger vor allem Trinkwassertanks auch, um eine Notfallreserve für Stromausfälle und Wartungsarbeiten bereithalten zu können. Für diese Zwecke eignen sich vor allem sehr große Anlagen, wie etwa unterirdische Speicher aus Beton.
Interessant sind Wassertanks zum Kaufen oder Mieten auch in der Land- sowie Viehwirtschaft. Während die Anlagen in der Landwirtschaft die Bewässerung der Felder ermöglichen, halten sie in der Viehwirtschaft Tränkwasser bereit. Zum Einsatz kommen dabei stationäre sowie mobile Wassertanks. Während sich erstere vor allem für lokale Anwendungen eignen, lassen sich mobile Trink- und Regenwassertanks nahezu überall aufstellen – optimal für wechselnde Einsatzgebiete.
In Industrie- und Gewerbebetrieben halten Wassertanks unter anderem Regen-, Brauch- und Prozesswasser vor. Auch die Speicherung von Kühlwasser ist üblich, wenn dieses beispielsweise in Kühltürmen oder Fertigungsanlagen zum Einsatz kommt. Geht es um die Bauart, eignen sich dabei vor allem Wassertanks kleiner und mittlerer Größe. Diese lassen sich stationär aufstellen, um Anlagen verschiedenster Art mit Wasser zu versorgen.
Wassertanks erfüllen auch eine wichtige Aufgabe, wenn es um den Brandschutz geht. Denn sie halten Löschwasser für Gebäude, Anlagen oder Veranstaltungen vor. Während stationäre Löschwassertanks dabei in der Regel sehr viel Brauchwasser bevorraten, kommen bei Events häufig auch mobile Wassertanks zum Einsatz. Dabei handelt es sich üblicherweise um Container im ISO-Maß, die sich per Lkw transportieren und nahezu überall aufstellen lassen.
In Wohngebäuden sind Trinkwassertanks seltener. Dafür kommen hier häufiger große Regenwassertanks zum Einsatz. Die sogenannten Zisternen sitzen dabei meist unter der Erde, von wo aus Sie Wasser für Toiletten und Bewässerungsanlagen bereithalten. Der große Vorteil: Die Nutzung von Regenwassertanks spart Kosten und schont wertvolles Trinkwasser.
Trinkwassertanks sind bei Krankenhäusern und Katastrophen gefragt. Sie halten Trinkwasser vor, um Kranke, Verletzte und die Bevölkerung zu versorgen, wenn öffentliche Leitungen defekt sind und längere Zeit nicht zur Verfügung stehen. Auch bei Verunreinigungen und Manipulationen sorgen mobile Wassertanks für Abhilfe.
Ganz anders ist die Aufgabe von Regenwassertanks in Hochwassergebieten. Hier dienen sie dem Wassermanagement, um Überschwemmungen und Überlastungen der Entsorgungsanlagen zu verhindern. Damit das funktioniert, nehmen die Regenwassertanks Wasser bei Starkregenereignissen auf, welches sie zeitversetzt abfließen lassen oder anderen Nutzungen zuführen.
Bauarten und Materialien der Brauch- und Regenwassertanks
Möchten Sie einen Wassertank kaufen, stehen verschiedene Bauarten zur Wahl. Unterscheiden lassen sich dabei vor allem oberirdische Tanks, unterirdische Zisternen, Hochbehälter und Segmenttanks. Die folgende Übersicht zeigt, was die einzelnen Lösungen voneinander unterscheidet und wann diese jeweils zum Einsatz kommen.
| Wassertank Bauart | Beschreibung | Einsatz |
|---|---|---|
| Oberirdische Tanks | Oberirdische Wassertanks lassen sich schnell aufstellen. Sie setzen ausreichend Platz voraus und sind üblicherweise sichtbar. Ein Vorteil ist die gute Erreichbarkeit bei Bau- und Wartungsarbeiten. | Landwirtschaft, Löschwasser, Industrie, häufig auch bei vorübergehenden Einsätzen |
| Unterirdische Zisternen | Unterirdische Zisternen bestehen häufig aus Beton oder Stahl und nehmen sehr große Mengen Wasser auf. Sie sind mit einem erhöhten Planungs- sowie Installations-Aufwand verbunden, dafür aber platzsparend (an der Oberfläche), licht- und frostgeschützt. | Regenwassertanks (privat und gewerblich), Trinkwassertank und Regenwassermanagement |
| Hochbehälter | Hochbehälter sind eine Sonderform der Wassertanks. Sie kommen vor allem in der kommunalen Trinkwasserversorgung zum Einsatz und halten einen hohen Wasserdruck aufrecht. Diesen gewährleisten sie auch bei Stromausfällen für eine gewisse Zeit, wodurch die Anlagen die Sicherheit der Versorgung steigern. | Trinkwasserversorgung (kommunal) |
| Segmenttanks | Modulare/segmentierte Tanks bestehen aus einzelnen Paneelen, die sich bauseits verbinden lassen. Auf diese Weise entstehen große Wassertanks ohne Transportprobleme. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Wassertanks auf diese Weise auch erweitern lassen. | Wassertanks in der Industrie sowie im Gewerbe; Löschwasserspeicher |
Möchten Sie einen Wassertank kaufen, geht es in der Regel um Zisternen sowie oberirdisch aufgestellte Brauch- und Regenwassertanks.
Beton, Stahl oder Kunststoff: Die Materialien der Wassertanks
Ob Regenwassertank oder Trinkwasserbehälter: Unabhängig vom Einsatz bieten Hersteller Wassertanks heute in unterschiedlichen Materialien zum Verkauf an. Neben Betontanks, die überwiegend unterirdisch zum Einsatz kommen, gibt es dabei auch Brauchwassertanks aus Stahl sowie Kunststoff. Die folgende Übersicht zeigt, was die einzelnen Lösungen voneinander unterscheidet und wann welches Material das richtige ist.
Geht es um Anlagen für sehr große Wassermengen, die viele Jahre halten sollen, kommen Wassertanks aus Beton zum Einsatz. Diese lassen sich bauseits aus Ortbeton fertigen oder vorgefertigt aus Fertigteilen zusammensetzen. Sie weisen eine sehr hohe Tragfähigkeit auf und halten in der Regel länger als 50 Jahre. Das Wasser in den Tanks ist üblicherweise vor Frost, Licht und hohen Temperaturen geschützt. Infrage kommen Wassertanks aus Beton dabei für Regenwasser, Löschwasser oder Trinkwasser, wobei Trinkwassertanks eine Innenbeschichtung voraussetzen.
Einsatzbereiche: kommunale Trinkwasserspeicher, industrielle Wasserspeicher, Hochbehälter, Regenrückhalte- und Löschwasserbecken, unterirdische Zisternen
Größe (typisch): 50 bis über 20 000 m³
Auch Stahl ist ein robuster, stabiler und langlebiger Werkstoff für Wassertanks. Zum Einsatz kommt er bei modularen/segmentierten Tanks genauso wie bei liegenden Rundtanks oder mobilen Tankcontainern. Ein großer Vorteil ist dabei die Festigkeit, die im Vergleich zu Betontanks trotz des geringeren Gewichts sehr hoch ist. Zudem lassen sich die Anlagen einfach liefern, montieren und in Betrieb nehmen. Sogar das Erweitern bestehender Tanks ist möglich. Nachteilig ist, dass Stahl (Ausnahme Edelstahl) nicht allein vor Korrosion geschützt ist. Nötig ist daher eine spezielle Innenbeschichtung, die Experten regelmäßig warten müssen.
Einsatzbereiche: Industrieanlagen, Löschwasserbehälter, Landwirtschaft, Kommunen
Größe (typisch): 30 bis 15 000 m³ (teilweise modular aufgebaut und erweiterbar)
Korrosionsfrei, leicht, transportfreundlich und günstig – all das sind Gründe, aus denen Kunststoff für Trinkwasser- und Regenwassertanks besonders beliebt ist. Die Anlagen fassen zwar weniger Wasser, eignen sich dabei aber hervorragend für den oberirdischen, unterirdischen oder mobilen Einsatz. Letzteres ist dabei unter anderem mit Wassertankanhängern, Wasserkissen, aufblasbaren Tanks und Falttanks möglich. Einziger Nachteil: Bei sehr großen Volumen lässt sich die Tragfähigkeit nicht mehr gewährleisten. Das schränkt die Auswahl in der Größe üblicherweise ein.
Einsatzbereiche: Regenwasserzisterne, Landwirtschaft, private Trinkwasserbehälter, Garten- und Bewässerungssysteme
Größe (typisch): wenige 100 Liter bis etwa 100 m³
Wichtig zu wissen: Unabhängig von der Art des Tanks gelten in vielen Bereichen Kontroll- und Überprüfungspflichten. So ist das Wasser in Trinkwassertanks regelmäßig zu untersuchen (Umfang hängt von Betreiberart/Anlagentyp ab). Sie sollten die Dichtheit gewährleisten und Innenbeschichtungen prüfen, sofern diese vorhanden und für die Funktion entscheidend sind. Bei Regenwassertanks kommt es darauf an, Filter und Zuläufe sauber zu halten. Sie sollten Pumpen kontrollieren und sicherstellen, dass Schwimmerschalter richtig funktionieren. Nutzen Sie den Wassertank für Löschwasser, ist eine wiederkehrende Funktions- und Entnahmekontrolle gemäß Brandschutzvorgaben (je nach Brandschutzkonzept, Behörde, Versicherer) wichtig.
Auslegung von Wassertanks: Tipps für Trink- und Regenwasser
Möchten Sie einen Wassertank kaufen, spielt auch die Größe eine wichtige Rolle. Ein Tank ist immer dann optimal ausgelegt, wenn dessen Inhalt den eigenen Bedarf deckt. Eine Überdimensionierung kann hingegen hohe Kosten und Hygieneprobleme verursachen.
Trinkwasserbehälter nach dem eigenen Trinkwasserbedarf auslegen
Bei der Auslegung eines Trinkwassertanks kommt es auf den individuellen Bedarf an. Dieser richtet sich etwa nach den zu versorgenden Personen und der zu überbrückenden Zeit. Während der Bedarf in der Industrie von den technischen Anlagen (Datenblätter prüfen) abhängt, kommt es in der Landwirtschaft auf den Viehbestand oder die zu bewässernde Fläche an. Vor allem bei der Trinkwasserversorgung sind außerdem auch Spitzenlasten zu berücksichtigen. Bei diesen fällt der eigentliche Bedarf höher aus.
Die Auslegung erfolgt nach der folgenden Gleichung:
- Tagesbedarf × Anzahl der Reservetage × Spitzenlastfaktor = Mindestvolumen
Bei der Trinkwasserversorgung können Sie etwa 120 bis 130 Liter pro Person ansetzen, um den Tagesbedarf zu ermitteln. In allen anderen Bereichen entscheiden betriebsbedingte Faktoren.
Regenwassertank abhängig vom Niederschlagsangebot auslegen
Geht es um die Auslegung eines Regenwassertanks, entscheidet der individuelle Einsatz über die Größe. Üblicherweise suchen Experten dabei einen Kompromiss aus Niederschlagsangebot und Wasserbedarf – etwa zur Bewässerung. Ein wichtiger Einflussfaktor ist dabei die angeschlossene Entwässerungsfläche.
Die Auslegung erfolgt nach der folgenden Gleichung:
- Entwässerungsfläche (m²) × Jahresniederschlag (m) × Abflussbeiwert = nutzbares Regenwasser pro Jahr
- Größe des Regenwassertanks = 5 bis 10 Prozent des pro Jahr nutzbaren Regenwassers
Üblich ist es, den Tank für etwa 5 bis 10 Prozent des jährlich nutzbaren Regenwassers auszulegen. Alternativ kann die Dimensionierung auch nach dem Verbrauch an Regenwasser in zwei bis vier Wochen erfolgen. Dabei können Sie mit 50–70 Litern/m² und Jahr für die Gartenbewässerung, ca. 30 Litern pro Person und Tag für die Toilettenspülung und ca. 10–15 Litern pro Person und Tag für die Waschmaschine rechnen.
Unser Tipp: Jahresniederschlag und Abflussbeiwert hängen von der Region sowie von den örtlichen Gegebenheiten ab. Mit den folgenden Richtwerten können Sie dabei rechnen:
Jahresniederschlag in:
- Norddeutsches Tiefland = 0,60 bis 0,75 m
- Mitteldeutschland = 0,65 bis 0,85 m
- Süddeutschland = 0,80 bis 1,10 m
- Alpenregion = 1,20 bis 2,00 m
Konkrete Daten erhalten Sie standortabhängig über den Deutschen Wetterdienst.
Abflussbeiwert bei:
- Steildach (Ziegel, Metall) = 0,8 bis 0,9
- Flachdach (Bitumen, Folie) = 0,7 bis 0,8
- Gründach (extensiv) = 0,3 bis 0,6
- Kiesdach = 0,5 bis 0,7
Vorgaben finden sich außerdem in DIN 1989-1, DIN EN 16941-1, DWA-A 138 und DWA-M 153.
Gesetze, Verordnungen und Richtlinien: Darauf ist zu achten
Wenn Sie einen Trink- oder Regenwassertank kaufen, sind besondere Anforderungen zu beachten. Dabei geht es zum einen um den Schutz des Mediums selbst (Trinkwasserbehälter). Zum anderen aber auch um den Schutz der Umgebung. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Regelwerke im Überblick.
| Trinkwassertanks | Regenwassertanks |
|---|---|
| Trinkwasserverordnung | Wasserhaushaltsgesetz |
| DVGW-Regelwerk | Landeswassergesetze |
| EU-Trinkwasserrichtlinie | DIN 1989 |
| Bauordnungsrecht | Bauordnungsrecht |
Zu beachten ist, dass die Tabelle nur eine erste Übersicht bietet. Wir empfehlen, bei der Planung auf die Unterstützung von Fachhandwerkern oder Fachplanern zu setzen, um die Wassertanks sicher, zuverlässig und regelkonform einzubauen.
Wichtig zu wissen: Trinkwasser ist nach Trinkwasserverordnung strikt geregelt. Es ist untersagt, Regenwasser als Trinkwasser zu nutzen. Auch eine Verbindung beider Systeme ist nicht zulässig (Ausnahme: Nachspeisung eines Regenwassertanks über einen Systemtrenner).
Genehmigung für Wassertanks: In einigen Fällen erforderlich
Geht es um kleine Wassertanks für Trink- oder Regenwasser, dürfen Sie diese in vielen Regionen ohne Weiteres aufstellen und in Betrieb nehmen. Anders verhält es sich bei den folgenden Anlagen:
- Unterirdische Zisternen
- Trinkwasser-Hochbehälter
- Löschwassertank
Die Installation dieser ist in der Regel zumindest anzeigepflichtig, wenn nicht sogar genehmigungspflichtig. Gleiches gilt für die Aufstellung von Wassertanks in Wasserschutzgebieten. Was im Einzelnen zu beachten ist, hängt von der Art des Tanks, der Behältergröße und von der Region ab, in der Sie den Wassertank in Betrieb nehmen möchten. Eine individuelle Auskunft bekommen Sie von öffentlichen Stellen (Bauamt, Wasserbehörde), Fachhandwerkern und Fachplanern.
FAQ: Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Wassertanks
Die richtige Größe hängt vom Einsatzbereich ab. Für die reine Gartenbewässerung genügen häufig 300 bis 5.000 Liter. Möchten Sie Regenwasser im Haus nutzen, etwa für Toiletten oder Waschmaschinen, sind 3.000 bis 10.000 Liter üblich. In Landwirtschaft, Gewerbe oder Industrie bewegen sich die Volumina schnell im Bereich von mehreren zehntausend Litern bis hin zu mehreren tausend Kubikmetern. Entscheidend sind Wasserbedarf, Dachfläche, Niederschlagsmenge und gewünschte Reservezeit.
Kunststofftanks sind leicht, korrosionsfrei und ideal für private oder gewerbliche Anwendungen im kleinen bis mittleren Volumenbereich. Stahl eignet sich für größere Anlagen mit hohen statischen Anforderungen, etwa in Industrie oder Landwirtschaft. Betontanks kommen vor allem bei sehr großen, langlebigen unterirdischen Anlagen zum Einsatz, beispielsweise in der kommunalen Versorgung oder beim Löschwasserschutz. Die Wahl hängt also von Volumen, Standort und Einsatzzweck ab.
Kleine oberirdische Regenwassertanks sind in vielen Regionen genehmigungsfrei. Unterirdische Zisternen, Löschwassertanks oder große Trinkwasserbehälter sind dagegen häufig zumindest anzeigepflichtig, teilweise auch genehmigungspflichtig. In Wasserschutzgebieten gelten zusätzliche Anforderungen. Maßgeblich sind Bauordnungsrecht und wasserrechtliche Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes. Eine Abstimmung mit dem Bauamt oder der Wasserbehörde schafft hier Sicherheit
Die Kosten hängen stark von Material, Volumen und Bauart ab. Kleine oberirdische Kunststofftanks beginnen bei rund 200 Euro. Größere stehende Modelle liegen häufig im Bereich ab 1.300 Euro. Unterirdische Regenwassertanks starten meist bei etwa 650 Euro. Industrie- oder Löschwassertanks aus Stahl bewegen sich je nach Ausführung im deutlich höheren, projektabhängigen Bereich. Hinzu kommen gegebenenfalls Kosten für Erdarbeiten, Fundament, Zubehör und Montage.
Regenwasser darf nicht ohne Aufbereitung als Trinkwasser verwendet werden. Für die Nutzung im Haushalt, etwa für Toiletten oder Gartenbewässerung, ist eine klare Trennung vom Trinkwassernetz vorgeschrieben. Sobald Wasser für den menschlichen Gebrauch bereitgestellt wird, greifen die Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Eine fachgerechte Planung und Installation sind daher zwingend erforderlich.
In vielen Fällen ja. Wer Regenwasser für Garten, Haus oder Gewerbe nutzt, spart Trinkwasserkosten und schont Ressourcen. Besonders bei größeren Dachflächen oder steigenden Wasserpreisen rechnet sich ein Regenwassertank oft nach einigen Jahren. Zusätzlich kann ein ausreichend dimensionierter Tank helfen, die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten.