Fettabscheider
Ein Fettabscheider ist eine Anlage zur Vorreinigung von Abwasser, die Fette und Öle nach dem Schwerkraftprinzip abtrennt. In der Kammer steigen Fette nach oben, Feststoffe sinken als Schlamm ab, und das vorgereinigte Wasser fließt aus der mittleren Zone in den Kanal. In Gastronomie, Großküchen und Lebensmittelbetrieben ist die Anlage in der Regel Pflicht.
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Leichtflüssigkeitsabscheider (Ölabscheider)
Ein Leichtflüssigkeitsabscheider hält Stoffe zurück, die eine geringere Dichte als Wasser haben, etwa Benzin, Diesel und Mineralöle. Umgangssprachlich heißt er Öl- oder Benzinabscheider. Vorgeschrieben ist er überall dort, wo ölhaltiges Abwasser anfällt: an Tankstellen, Waschplätzen und in Kfz-Werkstätten.
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Nenngröße (NS)
Die Nenngröße ist der Kennwert, der angibt, wie viel Abwasser ein Abscheider verarbeiten kann. Der Zahlenwert entspricht näherungsweise dem Zufluss in Litern pro Sekunde: NS 4 steht also für rund vier Liter pro Sekunde. Sie wird nach Norm berechnet und stets auf die nächstgrößere genormte Stufe aufgerundet.
Normen und Nenngrößen →
Koaleszenzabscheider
Ein Koaleszenzabscheider ist ein Ölabscheider mit einem Einsatz, an dem sich feinste Öltröpfchen zu größeren, aufschwimmfähigen Tropfen zusammenlagern. Dadurch hält er Öl zurück, das ein reiner Schwerkraftabscheider durchlassen würde, und erreicht die Klasse I nach DIN EN 858.
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Abscheiderklasse I und II
Die DIN EN 858 unterscheidet zwei Klassen nach dem zulässigen Restgehalt an Kohlenwasserstoffen im Ablauf. Klasse I erreicht mit Koaleszenzeinsatz höchstens 5 Milligramm je Liter, Klasse II als reiner Schwerkraftabscheider höchstens 100 Milligramm je Liter. Welche Klasse nötig ist, gibt die Einleitstelle vor.
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Schlammfang
Der Schlammfang ist der dem Abscheider vorgeschaltete Raum, in dem Feststoffe wie Speisereste, Sand und Schmutz absinken. Er schützt die Abscheiderkammer vor Verschleiß und Verstopfung und ist bei Abwasser mit hohem Feststoffanteil in der Regel vorgeschrieben.
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Eigenkontrolle
Die Eigenkontrolle ist die monatliche Sicht- und Funktionsprüfung einer Abscheideranlage durch eine sachkundige Person des Betriebs. Dabei werden Fett- und Schlammschicht gemessen und Auffälligkeiten dokumentiert. Die Ergebnisse gehören ins Betriebstagebuch.
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Generalinspektion
Die Generalinspektion ist die vollständige Prüfung einer Abscheideranlage durch eine betriebsunabhängige Fachkraft. Sie ist in der Regel alle fünf Jahre fällig, in Wasserschutzgebieten alle 2,5 Jahre. Geprüft werden Dichtheit, baulicher Zustand, Einbauten und die vollständige Dokumentation.
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Betriebstagebuch (Anlagenbuch)
Das Betriebstagebuch sammelt alle Nachweise zu einer Abscheideranlage: Prüf- und Abnahmeprotokolle, Wartungsberichte sowie Entleerungs- und Entsorgungsnachweise. Bei einer behördlichen Kontrolle ist es der Nachweis des ordnungsgemäßen Betriebs.
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Hebeanlage
Eine Hebeanlage pumpt Abwasser über die Rückstauebene, wenn kein freies Gefälle zum Kanal besteht. Bei Fettabscheidern im Keller wird sie hinter dem Abscheider eingebaut und in Größe und Leistung auf diesen abgestimmt.
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Rückstauebene
Die Rückstauebene ist die Höhe, bis zu der Abwasser im Kanal ansteigen kann; in der Regel ist das die Straßenoberkante. Ablaufstellen unterhalb dieser Ebene brauchen eine Hebeanlage oder eine Rückstausicherung.
Einbau und Einbaulage →